Apps für Geflüchtete

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Als Antwort auf die Situation frisch angekommener Geflüchteter in Deutschland wurde eine Reihe von Apps entwickelt. Geflüchtete kennen sich im deutschen Rechts- und Verwaltungssystem nicht aus und können mit vielen nur auf Deutsch verfügbaren Informationen nichts anfangen. Viele verfügen jedoch über ein Smartphone oder können sich bei Bedarf eines leihen.

Gemeinsam ist den Apps: Sie bieten schwerpunktmäßig Informationen und Hilfen für die ersten Wochen und Monate frisch eingetroffener Geflüchteter in Deutschland. Diese Informationen werden in den wichtigsten Herkunftssprachen der Geflüchteten angeboten. Die Apps sind grundsätzlich kostenlos. Viele Informationen werden auf dem Smartphone gespeichert, da die Nutzer/innen nicht in jeder Situation eine Internetverbindung haben. Unterschiedlich ist die Schwerpunktsetzung: Einige Apps konzentrieren sich eher auf die ersten Verfahrensschritte, andere bieten vor allem auch ortsbezogene Informationen zur jeweiligen Kommune - letztere müssen natürlich örtlich jeweils angepasst werden.

Die folgende Übersicht ist notwendigerweise unvollständig:

  • Welcome App Germany: Die ursprünglich für Dresden entwickelte App war eine der ersten auf dem Markt; sie steht inzwischen auch für andere Orte zur Verfügung: Derzeit (Januar 2017) Berlin, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Erlangen, Frankfurt am Main, Göttingen, Landkreis Göttingen, Meschede, München, Landkreis Peine, Rostock, Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge, Schwerin.
  • Ähnlich funktioniert das zusammen mit einem Team aus Forscher/innen und Studierenden der TU München entwickelte Integreat (s. gesonderter Artikel). Derzeit bietet es Informationen zu 13 Kommunen (Liste hier)
  • Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat zusammen mit dem Goethe-Institut, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bayerischen Rundfunk eine "Ankommen-App" für Geflüchtete entwickelt (Untertitel: "Ein Wegbegleiter für Ihre ersten Wochen in Deutschland"), die auch einen Sprachkurs enthält. Hier stehen jedoch keine kommunalen Informationen im Vordergrund.
  • Welcome2Witten: Die ursprünglich für den Tourismus entwickelte Web-App speziell für Witten wurde 2015 um Informationen für Geflüchtete erweitert. Ein Nachteil ist das geringe Sprachangebot, neben Deutsch ist nur Arabisch, Englisch, Spanisch und Russisch verfügbar.
  • Afeefa steht für "Alle für einen, einer für alle". Die ursprünglich als Gegenbewegung zu Pegida entwickelte Webseite bietet inzwischen auf Basis einer interaktiven Karte Informationen zu Dresden und Umgebung und vernetzt Aktive mit Geflüchteten.
  • Ähnlich funktioniert der ursprünglich in Berlin-Reinickendorf entstandene Info-Compass Berlin.