BürgerEnergie Berlin

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Die BürgerEnergie Berlin eG i.G. ist eine 2012 gegründete Genossenschaft in Berlin mit dem Ziel, 2014 das Berliner Stromnetz zu erwerben und in Bürgerhand zu bringen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Derzeit wird das 35.508 km lange Berliner Stromnetz, das rund 2,3 Mio. KundInnen versorgt[1], von Vattenfall betrieben. Der zugrundeliegende Konzessionsvertrag läuft 2014 aus und wird ab 2012 neu verhandelt. In dieser Situation hat die neu gegründete Genossenschaft BürgerEnergie Berlin ihr Interesse bekundet, das Netz von Vattenfall zu kaufen und einen Konzessionsvertrag mit dem Land Berlin abzuschließen.

Ziele[Bearbeiten]

Die Genossenschaft verbindet damit energiepolitische, aber auch regionalwirtschaftliche Ziele: Erneuerbare Energien sollen ebenso gefördert werden wie die Wertschöpfung in der Region. Angesichts der schwierigen Wirtschafts- und Finanzlage in Berlin sollen nicht - wie derzeit bei Vattenfall - Gewinne aus dem Netzbetrieb aus der Region abfließen. Zugleich sollen zukünftige energiepolitische Entscheidungen demokratisiert und dem rein privatwirtschaftlichen Kalkül entzogen werden.

Die Genossenschaft strebt den vollständigen Erwerb des Berliner Stromnetzes an. Derzeit ist jedoch weder klar, wieviel dieses kosten wird (die Schätzungen liegen, je nach Sicht und Interessenlage, zwischen 400 Mio. und 3 Mrd. €) noch, welche Summe die Genossenschaft aus Einlagen zusammenbringen kann. Daher steht die Genossenschaft ggf. auch einer Zusammenarbeit mit dem Land Berlin offen gegenüber: Vorstellbar ist eine Beteiligung an dem ansonsten rekommunalisierten Stromnetz.

Genossenschaft[Bearbeiten]

Bürgerinnen und Bürger (auch solche, die nicht in Berlin wohnen) können mit einer Mindesteinlage von 500 €, im Ausnahmefall auch weniger, Mitglied der Genossenschaft werden. Die Genossenschaft hat prominente Unterstützer, unter ihnen der BUND-Landesverband Berlin, mehrere Ökostrom-Anbieter und wissenschaftliche Institute. Dem Aufsichtsrat gehören u. a. der renommierte Rechtsanwalt Hartmut Gaßner, der Ex-Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion Lukas Beckmann und Dr. Michael Sladek vom Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau an.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Tagesspiegel: Stromnetz soll in öffentliche Hand, 26. April 2012

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]