Bezirkswahlen in Hamburg 2014

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Bei der Wahl zu den Hamburger Bezirksparlamenten am 25.5.2014 konnten Bündnis 90 / die GRÜNEN einen deutlichen Erfolg verbuchen: Sie verbesserten - auf die Gesamtstadt gerechnet - ihr Ergebnis auf 18,2% gegenüber 14,2% bei der vorausgegangenen Wahl von 2011. Damit erhöhten sie die Zahl ihrer Sitze in den Bezirken von 52 auf 66. In absoluten Stimmen konnten sie jedoch das vorherige Ergebnis nur knapp halten. Die stark zurückgegangene Wahlbeteiligung ging zu Lasten anderer Parteien, sie sank von 55,1% auf nur 41,3% in nur drei Jahren. Ein Grund dafür kann sein, dass die Bezirke diesmal nicht gemeinsam mit der Bürgerschaft, sondern gleichzeitig mit dem Europaparlament gewählt wurden - die Zugkraft der Bürgerschaftswahl ist deutlich höher.[1]

Der "grünste" Bezirk ist Eimsbüttel, wo die Universität beheimatet ist und die aufstrebende Kreativwirtschaft einen wichtigen Standort hat - dort sind die Grünen mit 23,1% zweitstärkste Kraft, dicht gefolgt von Altona mit 22,1%. Grünes Schlusslicht ist Bergedorf, wo die Grünen "nur" 12,3% erreichten.

Andere Parteien[Bearbeiten]

Die SPD blieb stärkste Bezirkspartei, jedoch bei dramatischen Verlusten; sie erreichte noch 35,2%, vor drei Jahren waren es noch 44,9%. In absoluten Stimmen liest sich das noch drastischer: Von 1,55 Mio. Wähler/inne/n 2011 blieben noch 0,95 Mio. übrig. Der Rückgang von rund 600.000 Stimmen erklärt schon den größten Teil der zurückgegangenen Wahlbeteiligung (-768.000 Stimmen). Am stärksten ist die SPD in Bergedorf (39,3%), am schwächsten in Altona mit 30,0%.

Die CDU konnte sich stadtweit halten, aus vormals 23,2% machte sie 24,8%, das bedeutet absolut jedoch einen Verlust von rund 137.000 Stimmen. Die Linke erreichte für ein westdeutsches Land beeindruckende 10,2% (2011: 7,0%) und legte auch absolut zu. Linke Hochburgen sind Hamburg-Mitte und Altona mit jeweils ca. 14%. Deutlich verloren hat die FDP, die von schon relativ schwachen 6,0% 2011 auf 3,9% fiel. Die neu antretende AfD erreicht 4,5%, die Piraten halten sich bei 2,7%. Herbe Schlappe für die NPD, die bei 0,3% landet (2011 noch 1,1%).

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. S. Artikel von K. Fegebank unter "Siehe auch"

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Katharina Fegebank: Bezirkswahlen in Hamburg - Mehr Grün für hier, in: AKP 4/2014, S. 34