Burnout

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Burnout ist ein gängiger Ausdruck für einen psychisch bedingten Zusammenbruch nach lang anhaltender angespannte Arbeit, die auf lange Sicht die eigenen Kräfte übersteigt. In der Medizin ist umstritten, ob "Burnout" ein für Diagnosen verwendbarer Begriff ist. Viele Mediziner/innen sprechen lieber von einer "Erschöpfungsdepression" und kennen daneben noch andere arbeitsbedingte psychische Erkrankungen. Umgangssprachlich hält sich jedoch der Begriff "Burnout", vielleicht auch weil viele dies für sich selbst eher akzeptieren können als eine Depression oder gar eine "psychische Erkrankung".

In den vergangenen Jahren haben die Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen rapide zugenommen. Als Ursachen hierfür werden Arbeitsverdichtung, Verlängerung der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit (Mehrarbeit, Überstunden), Stress, Zeit- und Erfolgsdruck, Konflikte am Arbeitsplatz sowie das Erfordernis ständiger Erreichbarkeit durch Mobiltelefon oder Smartphone genannt. Doch ein wichtiger Faktor ist auch, dass heute psychische Erkrankungen eher akzeptiert sind; früher wurden in vergleichbaren Fällen oft andere Diagnosen gestellt.

Im Arbeitsschutz ist die Prävention vor psychischen Erkrankungen ein zunehmend bedeutsames Thema, doch ist das Instrumentarium hierfür (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, betriebliches Eingliederungsmanagement) noch wenig bekannt. Der Schwerpunkt sollte jedoch auf der Umgestaltung der Arbeitswelt (Verhältnisprävention) liegen und nicht auf Maßnahmen, die am Individuum ansetzen wie z. B. Schulung der Stressresistenz (Verhaltensprävention).

Kommunale Beschäftigte[Bearbeiten]

Auch in Verwaltungen spielen psychische Erkrankungen, die ihre Ursachen teilweise in der Arbeitswelt haben, eine zunehmende Rolle. Sie haben einen immer größeren Anteil an den Ursachen für Fehlzeiten und vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben und werden damit auch zum Kostenfaktor.

Beispiel-Anfrage[Bearbeiten]

Die grüne Gemeinderatsfraktion Karlsruhe hat eine beispielhafte, umfassende Anfrage zum Thema an die Verwaltung gestellt, zu finden in der AKP 4/2012, S. 16. Die Anfrage und die Antwort der Verwaltung darauf stehen auch im Internet zur Verfügung.

Weblinks[Bearbeiten]