Demografie

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Die Demografie ist die Wissenschaft von der Bevölkerung und ihrer möglichen Entwicklung. Sie erfasst die Größe, Verteilung, Struktur und Veränderung von Populationen. Zentrale Variablen sind Geburtenrate, Sterblichkeitsrate, Lebenserwartung und Zuwanderung.

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus "demos" = Volk und "graphein" = (be)schreiben zusammen. Die Bevölkerungswissenschaft sucht nach den Gesetzen und Regelmäßigkeiten, nach denen sich die Bevölkerung entwickelt, strukturiert und verändert. Primäre Datengrundlage sind Volkszählungen. Weitere Makrodaten stammen aus dem Einwohnermelderegister. Mikro-Daten werden mittels Mikrozensus und Befragungen erhoben.

Über die Genauigkeit von Bevölkerungsprognosen gehen die Meinungen auseinander. Derzeit wird für die Bundesrepublik Deutschland prognostiziert, dass 2050 hier 65 bis 72 Millionen Menschen leben werden, abhängig von der Zuwanderung bzw. dem Zuwanderungsgesetz. Aktuell leben 82 Millionen Menschen in Deutschland.

Ungeachtet der Beschreibung von Bevölkerungsbewegungen und Prognosen wirft die Demografie auch einen Blick in die Vergangenheit: "einerseits, weil der Bevölkerungsaufbau ein Spiegelbild von fast 100 Jahren (Bevölkerungs-)Geschichte ist, andererseits, weil sich viele Verhaltensweisen und Indikatoren nur sehr langsam verändern."[1]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Siehe hierzu: Mädig, Heinrich: Demographische Trends in Deutschland: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, in: Dick, Eugen/ Mädig, Heinrich: Bevölkerungsschwund und Zuwanderungsdruck in den Regionen, Münster 2002, S.1.

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