Elektromobilität

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Deutschland sei auf einem guten Weg, bis 2020 „Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität“ zu werden. Das sagten die vier Bundesminister für Wirtschaft, Verkehr, Forschung und Umwelt in einer gemeinsamen Pressemitteilung zum dritten Fortschrittsbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Er wurde am 20. Juni der Bundesregierung übergeben.

In dieser Plattform sind auch die vier Verbände Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), das Klima-Bündnis, NABU und WWF vertreten – und weniger begeistert vom Ergebnis. Sie kritisieren, dass eine stärkere Förderung von Fahrzeugen und Infrastruktur weiterhin aus Steuergeldern finanziert werden soll: „Wer mehr Elektroautos auf den Straßen sehen möchte, der muss sich für einen ambitionierten CO2-Grenzwert von 80 g CO2/km im Jahre 2020 einsetzen. Jedes Gramm mehr wird dazu führen, dass der Marktdurchbruch der Elektroautos weiter in die Zukunft verschoben wird“, sagte dazu NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.

Forderungen der Verbände[Bearbeiten]

  1. Die NPE braucht mehr Transparenz und muss sich klar zu Klima- und Umweltschutz bekennen.
  2. Elektromobilität muss an den Ausbau erneuerbarer Energien gekoppelt sein.
  3. Es darf nicht nur um Elektroautos gehen – E-Roller und Pedelecs erreichen bereits hohe Absatzzahlen.
  4. Ein umfassendes Mobilitätsverständnis sieht Elektromobilität nicht als Konkurrenz zum Öffentlichen Verkehr, sondern vernetzt die Verkehrsträger.

Elektroautos sollten daher erst nach genauer Prüfung und allenfalls befristete Nutzungsprivilegien erhalten, etwa dass sie auf Busspuren fahren dürfen oder für sie eigens Parkplätze ausgewiesen werden. Die Verbände schlagen vor, dass dies vornehmlich (elektrisch angetriebenen) Carsharing-Fahrzeugen zustehen sollte.

Zeitgleich veröffentlichte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Ergebnisse einer Mitgliederumfrage zu E-Mobilität, an der 273 Unternehmen teilnahmen: Diese haben bereits 900 öffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet, bis 2014 soll sich diese Anzahl verdoppeln.

--AKP-Redaktion 16:10, 4. Okt. 2012 (CEST)

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