Hate Crime in Russland

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„Hate Crime in Russia – Monitoring and Support for Victims of Racist Violence” ist eine Studie über rechte Gewalt in Russland, die initiiert und gefördert wurde von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und von der Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt (ReachOut) herausgegeben.

Inhalt der Studie[Bearbeiten]

Rassistische Einstellungen und Praxen sind in Russland – ähnlich wie in Deutschland – gesellschaftlich und institutionell fest verankert. Anders jedoch als in den ostdeutschen Bundesländern, in denen bereits vor 10 Jahren professionelle Monitoring- und Beratungsstrukturen entstanden sind, konnten die Betroffenen in Russland bisher häufig keine professionelle Hilfe erwarten und werden mit der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse allein gelassen.

Mit der Studie verfolgt ReachOut das Ziel, die Betroffenen rassistischer Gewalt und deren Situation in Russland auf internationaler Ebene in den Blickpunkt zu rücken. Untersucht wird die Situation zwischen 2008 und Mitte 2010 in Bezug auf Hate Crime-Delikte in den beiden russischen Metropolen Moskau und St. Petersburg sowie in den Städten Stawropol und Woronesch im Süden und Jekaterinburg im Ural sowie Murmansk und Petrosawodsk im Norden Russlands.

Die Studie konzentriert sich auf die Darlegung der Situation von Betroffenen rassistisch motivierter Gewalt, die Erläuterung der rechtlichen Situation in Russland und die Benennung vorhandener Angebote und Projekte. Dabei wird den Fragen nachgegangen, welche Erfahrungen und Ressourcen in den Projekten vorhanden sind und welche Unterstützung sie zukünftig brauchen. Abschließend finden sich Handlungsempfehlungen, um vorhandene Strukturen in Russland zu stärken und die Situation für Betroffene rassistischer und rechter Gewalt in Russland nachhaltig zu verbessern.

Entstehung der Studie[Bearbeiten]

Entstehen konnte die Studie nur in enger Zusammenarbeit und im Austausch mit einer Vielzahl von russischen Projektvertreter_innen und Einzelpersonen, die bereit waren, uns Interviews zu geben und uns an ihren langjährigen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Ein von der Stiftung EVZ finanziertes Arbeitstreffen in Moskau im Juli 2010 gab den Autor_innen ferner die Gelegenheit, erste Untersuchungsergebnisse und deren Interpretationen mit den Projektmitarbeiter_innen und anderen Expert_innen zu diskutieren. Deren Anmerkungen und Ergänzungen finden sich in der vorliegenden Untersuchung wieder.

Autor/innen[Bearbeiten]

Tatiana Golova, Robert Kusche, Ute Weinmann unter Mitarbeit von Anzhelika Avdeeva, Sebastian Friedrich, Sabine Seyb

Links[Bearbeiten]