Heimatinvest

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"Heimatinvest" ist ein Weg, auf dem eine Kommune sich Geld unmittelbar von BürgerInnen leihen kann. Das Modell wird von der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG angeboten.

Das Konzept "Heimatinvest" wurde als Ausweichlösung etabliert, nachdem die Gemeinde Quickborn langfristig mit dem Versuch gescheitert war, sich in eigener Regie über einen Bürgerkredit Darlehen ihrer BürgerInnen zu besorgen. Zwar erbrachte die Aktion im Jahr 2009 rund 4 Mio. €, doch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein sowie die BaFin untersagten das Modell für die Zukunft, da es sich um ein Bankgeschäft im Sinne des Kreditwesengesetzes handele.

Die biw Bank entwickelte daraufhin das Modell, über das BürgerInnen ihrer Gemeinde Mittel als Kredit zur Verfügung stellen können. Vorteil für die Gemeinde ist, dass sie niedrigere Zinsen zahlt als auf dem Kreditmarkt und zugleich die Verbindung zu ihren BürgerInnen stärkt. Für die KreditgeberInnen ist der Zinssatz dennoch attraktiv, die Sicherheit der Anlage ist hoch. Privatpersonen können auf der Homepage von Heimatinvest online ein Konto eröffnen und ihre Einlage tätigen; sie müssen dazu nicht BürgerInnen der Gemeinde sein, die den Kredit aufnimmt.

2010 hat sich Quickborn Mittel auf diesem Wege verschafft, 2011 die Stadt Willich in Nordrhein-Westfalen. Beide Gemeinden verwenden die Mittel für die Sanierung und den Ausbau von Schulen.

Weblink[Bearbeiten]

Heimatinvest, Informationen der biw Bank

Siehe auch[Bearbeiten]