Factory-Outlet-Center

Aus KommunalWiki
(Weitergeleitet von Herstellerdirektverkaufszentrum)
Wechseln zu:Navigation, Suche
Mitmachen.png
Diese Seite ist möglicherweise veraltet. Hilf mit sie zu aktualisieren! Anschließend kannst du diesen Baustein entfernen.

Beachte hierzu bitte die Hinweise auf der Diskussionsseite zu diesem Artikel!

Der Artikel ist inhaltlich auf dem Stand von 2013

Ein Factory-Outlet-Center (FOC) ist eine Form des Direktverkaufs, bei der sich mehrere Firmen in einem gemeinsamen Verkaufszentrum zusammenschließen. Dabei wird der Groß- und Zwischenhandel ausgeschlossen. Die FOCs bieten in konzentrierter Form hochwertige Markenartikel, nicht nur Waren der Vorsaison, Sonderanfertigungen oder Restposten. Die Sortimentszusammensetzung gestaltet sich ähnlich wie bei normalen Shopping-Centern, auch in den FOCs wird ein umfassendes Warenangebot präsentiert. Die wichtigste Produktkategorie ist Bekleidung, daneben werden aber auch Hausrat, Porzellan und zunehmend auch High-Tech-Geräte wie Computer in die Angebotspalette aufgenommen. Ihre Größe kann bis zu 40.000 m² Verkaufs- und 100.000 m² Grundstückfläche reichen.

Andere Bezeichnungen sind: Designer Outlet Center (DOC), Fabrikverkaufszentrum (FVZ), Herstellerdirektverkaufszentrum (HDVZ) oder Fabrikabsatzzentrum.

Standorte[Bearbeiten]

Die Vorhaben werden auf der grünen Wiese bei Klein- und Mittelzentren geplant oder auf Konversionsflächen; wichtigster Standortfaktor ist die Autoerreichbarkeit, d. h.: Autobahnanschluß. Die potentiellen KundInnen sollen aus einem Radius von etwa 100 km bzw. von bis zu 90 Auto-Minuten kommen. Neuere Entwicklung sind Planungen für innerstädtische Standorte.

Ursprung[Bearbeiten]

Amerika ist der Geburtsort dieser Vertriebsform, dort sind seit 1980 mehr als 300 FOCs gegründet worden. Die Strategie der FOC-Betreiber ist inzwischen international ausgerichtet und zielt verstärkt auf eine europäische Präsenz. Sprungbrett für Europa ist Großbritannien, wo seit Anfang der 90er Jahre mehr als ein Dutzend FOCs von unterschiedlichen Betreibern gebaut wurden. Sowohl in den USA als auch in GB werden die FOCs bewußt in Richtung "Erlebniskauf" entwickelt, mit Kino-Zentren und Gastronomie.

Auswirkungen[Bearbeiten]

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Konkurrenz für den Einzelhandel: Nach Auskunft der Betreiber soll das Preisniveau z. T. mehr als 50% unter dem des Fachhandels liegen. Außerdem machen die zentrenrelevanten Sortimente Textilien und Schuhe in den FOCs 70% des Angebotes aus. Nach den Erfahrungen mit britischen FOCs gibt es keine klare Trennung zwischen den Sortimenten der Innenstädte und der FOCs. Die Einzelhandels-Arbeitsplätze sind auch dadurch bedroht, dass der Umsatz pro Arbeitnehmerstunde in Einkaufszentren höher ist als in den Fachgeschäften. Weitere Auswirkungen sind mit denen anderer großflächiger Einzelhandelsunternehmen auf nicht integrierten Standorten vergleichbar.

Aktueller Stand in Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland gibt es derzeit (Stand Ende 2013) neun FOCs:[1]

Drei weitere FOC sind derzeit in Planung bzw. in Bau (Bad Münstereifel, Eröffnung 14.08.2014, Remscheid, Hamborn).

Fußnote[Bearbeiten]

  1. nach: wikipedia, Factory Outlet-Center, Version vom 09.01.2014
  2. 17 Gemeinden und drei Landkreise klagen derzeit gegen dessen Erweiterung, vgl. Osnabrücker Zeitung: FOC Ochtrup: Kommunen klagen gegen Erweiterung von Einkaufszentrum, 01.07.2016; Grafschafter Nachrichten, Kommunen sind weiterhin gegen das FOC, 02.07.2016

Siehe auch[Bearbeiten]