Jahrbuch für direkte Demokratie 2009

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Angaben zur Literatur:


Autor(en): Lars P. Feld / Peter M. Huber / Otmar Jung / Christian Welzel / Fabian Wittreck


Jahrbuch für direkte Demokratie 2009

Verlag: Nomos Verlag
Ort: Baden-Baden
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 362
Preis: 59 €
ISBN 978-3-8329-4860-3


Rezension von Christopher Schmidt (Schneverdingen)[Bearbeiten]

Das 2010 erstmals für das Vorjahr erschienene Jahrbuch für direkte Demokratie soll, wie es im Vorwort der Herausgeber ausgedrückt wird, die wissenschaftliche Beschäftigung mit direkter Demokratie planvoll fördern. Das ist zu begrüßen. Dabei machen die Herausgeber keinen Hehl daraus, dass sie allesamt Mitglieder des Kuratoriums von Mehr Demokratie e.V. sind und damit einem Ausbau von Einrichtungen unmittelbarer Demokratie grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Als Juristen, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler bürgen sie weiter für eine interdisziplinäre Ausrichtung.

Gegliedert ist das Jahrbuch in Abhandlungen, eine Dokumentation von Anwendungsfällen unmittelbarer Demokratie, Länderberichte hinsichtlich des Auslands sowie der deutschen Bundesländer, einen Überblick über die einschlägige Rechtsprechung sowie über die Literatur, einschließlich einzelner Rezensionen.

Inhaltlich befassen sich die Abhandlungen im Jahrbuch 2009 mit "Klassikern" der Diskussion über direkte Demokratie: dem Verhältnis repräsentativer und direkter Demokratie im Grundgesetz, der Problematik von Beteiligungsquoren, dem Verhältnis von direkter Demokratie und Menschenrechten (Stichwort: Einführung der Todesstrafe), der jüngeren Geschichte direkter Demokratie in Hamburg und den nationalsozialistischen Scheinplebisziten.

Mit dem ersten Band wollten die Herausgeber ein Muster vorlegen, "wie das Jahrbuch künftig wirken möchte". Bleibt der Schriftenreihe zu wünschen, dass sie den wissenschaftlichen, vielleicht auch den politischen Diskurs befruchten kann.

Weblink[Bearbeiten]