Kein Buch mit sieben Siegeln

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Angaben zur Literatur:

TitelKeinBuchmitsiebenSiegeln.jpg

Autor(en): Michael Faber Hrsg: Katharina Weise

Kein Buch mit sieben Siegeln

Verlag: VSA-Verlag
Ort: Hamburg
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 92
Preis: 7,50 €
ISBN 978-3-89965-341-0


Vollständiger Titel[Bearbeiten]

Kein Buch mit sieben Siegeln. Der kommunale Haushalt. Crashkurs Kommune 2, in Kooperation mit der Kommunalakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Rezension von Gerald Munier[Bearbeiten]

Das in Zusammenarbeit mit der Kommunalakademie der Rosa Luxemburg Stiftung in der edition „Crashkurs Kommune 2“ von Katharina Weise herausgegebene Buch hat einen Nachteil, der sich möglicherweise auch als Vorteil erweist – ganz wie man’s nimmt: Es ist ein im staatsbürgerkundlichen Duktus verfasstes Einführungwerk, welches so auch von jedem Menschen anderer Parteizugehörigkeit mit Gewinn gelesen werden kann, weil es sich weitgehend politischer Wertungen enthält.

Wer daher nach charakteristischen Positionen der Partei Die Linke in der kommunalen Haushaltspolitik sucht, wird enttäuscht werden. Wer hingegen wissen will, wie Doppik funktioniert, was der Unterschied ist zwischen Haushaltsplan und Haushaltssatzung oder wann der Sparkommissar kommt, wird sehr gründlich und sachlich informiert. Insofern trifft der Titel durchaus zu: Nach der Lektüre ist der kommunale Haushalt „Kein Buch mit sieben Siegeln“ mehr. Allerdings besorgen auch eine ganze Menge anderer Bücher diese Art einer staatsbürgerkundlichen Aufklärung.

Vorteil dieses Werkes aus der Feder des Juristen und Linksparteivorsitzenden in der Fraktion Bonn, Michael Faber: Es ist ein konkurrenzloser Preisschlager für nur 7.50 € und überdies gut lesbar durch vom fließenden Text abgegrenzte Kästen. Positiv auch die Knappheit angesichts der komplizierten Materie mit nur 104 Seiten. Zu kurz kommt mir – wie gesagt – das politische Werturteil. Ob z.B. die Doppik ihr Versprechen einlöst, die Vermögenssituation der Kommune transparenter zu machen, wird ja vielerorts bezweifelt. Sowas gehört daher in einem politischen Buch diskutiert – und da haperts etwas.

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