Kommunalwahl in Baden-Württemberg 2019

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Bei der Kommunalwahl in Baden-Württemberg am 26. Mai 2019 verlor die CDU landesweit deutlich, blieb aber mit 28,3% in den Landkreisen stärkste Partei. In den Gemeinden erreichte sie lediglich 22,3%, hier lagen mit 30,6% die Wählervereinigungen vorn (Landkreise: 24,2%). Die Grünen belegten in beiden Bereichen den dritten Platz (Landkreise: 17,5%, Gemeinden: 17,2%). Diese Zahl täuscht jedoch: Zählt man die Stimmen für grün-nahe Wählervereinigungen hinzu, liegen die Grünen landesweit bei ca. 29% und damit knapp vor der CDU. Danach folgte die SPD (Landkreise: 14,0%, Gemeinden: 14,2%). FDP, AfD und Linke erzielten im Vergleich zu anderen Bundesländern nur geringe Stimmergebnisse, konnten sich aber allesamt steigern. Die Wahlbeteiligung lag mit jeweils 58,6% um 9,0% (Landkreise) bzw. 9,5% (Gemeinden) höher als bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014.

Die Ergebnisse als Tabelle[Bearbeiten]

Ergebnisse der Kreistagswahlen 2019 in Baden-Württemberg
Wahlvorschlag 2019 2014 Änderung
CDU 28,3 35,7 -7,4
Wählervereinigungen 24,2 24,3 -0,1
Grüne 17,5 12,3 +5,2
SPD 14,0 17,6 -3,6
FDP 6,2 4,6 +1,6
AfD 5,5 0,9 +4,6
Linke 2,0 1,8 +0,2
Sonstige[1] 2,2 2,9 -0,6
Wahlbeteiligung 58,6 49,6 +9,0


 

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2019 in Baden-Württemberg
Wahlvorschlag 2019 2014 Änderung
CDU 22,3 28,3 -6,0
Wählervereinigungen 30,6 31,4 -0,8
Grüne 17,2 11,5 +5,7
SPD 14,2 17,7 -3,5
FDP 5,1 3,7 +1,4
AfD 3,0 1,5 +1,5
Linke 2,3 1,7 +0,6
Sonstige[2] 5,3 4,2 +1,1
Wahlbeteiligung 58,6 49,1 +9,5

Besondere grüne Erfolge[Bearbeiten]

Die Grünen freuen sich über einen großen Zuwachs an Mandaten: Landesweit sind jetzt 2.311 (statt zuvor 1.660) grüne und grün-alternative Ratsmitglieder in den Kreistagen und Stadträten tätig, ein Plus von 28%. 550 dieser Mandate wurden über grün-nahe Wählervereinigungen erreicht. Der Frauenanteil ist bei den grünen Mandatsträger/inne/n mit 48,4% nahe an der Parität.

In 394 Gemeinderäten (bisher: 361) sind jetzt 1886 grüne und grün-alternative Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker vertreten (bisher: 1368). In 69 Gemeinden (bisher: 9) stellen die Grünen oder grün-nahe Listen jetzt die stärkste Fraktion. Besonders herausragende grüne Ergebnisse sind: Merzhausen (44,1%), Tuningen (43,7%), Bad Boll (41,2%), Bad Schussenried (40,7%), Au (39,2%), Rudersberg (36,1%), Wiesenbach (35,5%), Tiefenbronn (34,9%), Dossenheim (34,9%), Tübingen (34,6%).

In allen 35 Kreistagen (wie zuvor auch) gibt es grüne und grün-alternative Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, die Zahl der Mandate stieg hier von 293 auf 403. Im Landkreis Tübingen stellen die Grünen erstmals in einem Kreistag die größte Fraktion. Dies gilt auch für die Regionalversammlung Stuttgart, wo die Grünen 22 Mandate (bisher: 15) haben, darunter 13 Frauen (59%).

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Inkl. gemeinsame Wahlvorschläge von Parteien und Wählervereinigungen
  2. Inkl. gemeinsame Wahlvorschläge von Parteien und Wählervereinigungen

Siehe auch[Bearbeiten]