Kommunalwahl in Sachsen 2014

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Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 konnten Bündnis 90 / Die GRÜNEN in Sachsen hinzugewinnen. Bei den Wahlen zu den Kreistagen und den Gemeinderäten der kreisfreien Städten erreichten sie 7,2% (gegenüber 6,3% 2009) und erzielten landesweit 60 Sitze. Für die Gemeinden, in denen örtliche Wählervereinigungen eine größere Rolle spielen, kommen mit 5,8% der Stimmen landesweit noch einmal 78 Sitze hinzu. Grüne Hochburgen bleiben Dresden und Leipzig mit 15,7 bzw. 15% - neben der kleinen Gemeinde St. Egidien (Landkreis Zwickau), wo die Grünen 22,1% erreichten.

Andere Parteien[Bearbeiten]

Bei den größeren Parteien halten sich die Verschiebungen in Grenzen: Die CDU gewinnt leicht mit einem Kreisergebnis[1] von 36,1% (2009: 35,6%; Gemeindeergebnis: 33,3%). Zweitgrößte Partei ist die Linke, die leicht verliert (Kreisergebnis 18,4%, Gemeindeergebnis 16,5%), gefolgt von der SPD, die ebenfalls wenige Stimmen abgibt (Kreisergebnis 12,8%, Gemeindeergebnis 10,7%). Wählervereinigungen erzielten in den Kreisen und kreisfreien Städten 9,2%, in den Gemeinden sogar 23,8%, was zu Lasten aller Parteien geht. Die FDP stürzt von 9,2% (2009) auf 5,0% ab (Kreisergebnis; Gemeinden jetzt 4,2%).

Rechtspopulisten und -radikale[Bearbeiten]

Relativ erfolgreich zeigt sich die AfD. Mit landesweit 5,7% in den Kreisen und kreisfreien Städten sowie 2,5% in den Gemeinden bleibt sie zwar deutlich hinter ihrem Ergebnis von 10,1% bei der zeitgleichen Europawahl zurück, erzielt aber ein besseres Kommunalergebnis als in den zeitgleichen Wahlen anderer Bundesländer und errang insgesamt 92 Sitze (Stand 29.05.2014). AfD-Hochburg ist der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, in dem traditionell auch die NPD ihre stärksten Ergebnisse erzielt. Mit diesen Erfolgen rechnet die AfD jetzt mit dem Einzug in den sächsischen Landtag im August 2014.

Der Erfolg der AfD geht offenbar teilweise zu Lasten der NPD, die sich landesweit von 4,5% auf 3,9% etwas reduzierte (Kreisergebnisse; Gemeinden jetzt noch 1,9%), doch dürfte sie auch aus dem FDP- und dem Nichtwählerlager Stimmen gewonnen haben. Die Sachsen-Spezialität DSU erreicht dank lokaler Schwerpunkte noch 15 Sitze, landesweit ist sie mit einem Kreisergebnis von 0,1% jedoch bedeutungslos.

Fußnote[Bearbeiten]

  1. Damit ist hier immer das zusammengefasste Ergebnis für Kreise und kreisfreie Städte gemeint

Weblink[Bearbeiten]