Reale Utopien – Perspektiven für eine friedliche und gerechte Welt

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Angaben zur Literatur:


Autor(en): Daniela Gottschlich / Uwe Rolf / Rainer Werning / Elisabeth Wolleck


Reale Utopien – Perspektiven für eine friedliche und gerechte Welt

Verlag: Verlag PapyRossa
Ort: Köln
Erscheinungsjahr: 2008
Seitenzahl: 295
Preis: 19 €
ISBN 978-3-89438-400-5


Rezension von Gerald Munier (Bielefeld)[Bearbeiten]

Der Band umfasst 18 Aufsätze von mehr als 20 AutorInnen; zugrunde liegt ein Symposium anlässlich der Emeritierung von Mohssen Massarrat. Die Beiträge beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten einer friedlicheren und gerechteren Welt, angefangen mit einer solidarischen Ökonomie, dem bedingungslosen Grundeinkommen, Prinzipien der Nachhaltigkeit bis hin zur Energieeffizienz, einer Welt ohne Atomwaffen und der Chancengleichheit als Universalprinzip.

Der Titel des Buches – wie die hundert Vorläuferwerke, die verheißungsvoll eine „Reale Utopie“ versprachen – löst eine Erwartung aus, die für gewöhnlich kaum eingelöst werden kann: Nämlich in Diktion und Inhalt „realer“, d.h. wirklichkeitsnäher und realitätsträchtiger an der Utopie zu liegen, als andere, die sich mit dem selben Gegenstand beschäftigen. Davon kann aber überhaupt keine Rede sein. Die Aufsätze sind gute linke Hausmannskost, meistens interessant zu lesen und hinsichtlich ihres analytischen Scharfblicks eindrucksvoll. Ich empfehle das Buch daher - man sollte es aber nicht mit der überzogenen Erwartungshaltung vom „roten Stein der Weisen“ lesen, den der Titel suggeriert.