Regionalstadtbahn

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Eine Regionalstadtbahn hat den Zweck, innerstädtischen öffentlichen Nahverkehr direkt und umsteigefrei mit dem Bahnverkehr im Umland zu verknüpfen. Zu diesem Zweck wurden Fahrzeuge entwickelt, die sowohl auf Straßenbahngleisen als auch auf Bahngleisen verkehren können. Die Fahrzeuge müssen für die unterschiedlichen Stromsysteme und Schienenverhältnisse geeignet sein und die Zulassungsbedingungen für beide Systeme erfüllen, das Personal muss für beide Einsatzgebiete ausgebildet werden.

Für die Regionalstadtbahn sind viele weitere Bezeichnungen geläufig: Tram-Train, Regionalstraßenbahn, Regiotram, Stadtregiotram, Stadtregionalbahn, Stadt-Umland-Bahn, Zweisystem(stadt)bahn oder Mehrsystem(stadt)bahn.

Karlsruher Modell[Bearbeiten]

Nach historischen Vorgängern, die teilweise auch dem Güterverkehr dienten, wurde die erste moderne Zweisystemstadtbahn 1992 in der Region Karlsruhe in Betrieb genommen. Die Stadtbahn Karlsruhe erschließt heute die gesamte Region Mittlerer Oberrhein und verbindet sie mit den Nachbarregionen. Im Stadtgebiet von Karlsruhe verkehrt sie wie eine Straßenbahn. In Deutschland werden heutige Regionalstadtbahnen daher oft auch als "Karlsruher Modell" bezeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weitere Beispiele[Bearbeiten]

In Deutschland gibt es inzwischen weitere Regionalstadtbahnen, beispielsweise

Siehe auch[Bearbeiten]

Geplante Regionalstadtbahn Neckar-Alb[Bearbeiten]

Im Raum Tübingen / Reutlingen ist eine Regionalstadtbahn nach Karlsruher Vorbild unter der Bezeichnung Regionalstadtbahn Neckar-Alb (RSB) in Planung, die im Endausbau auch die Gemeinden Herrenberg, Horb, Hechingen, Sigmaringen und Rottweil einbeziehen soll. Eine erste Linie könnte frühestens ab 2022 Reutlingen mit Herrenberg verbinden und hätte im Stadtgebiet von Tübingen sechs Haltepunkte. Da das Projekt nicht unumstritten ist, plant die Stadt Tübingen vor der endgültigen Entscheidung einen Bürgerentscheid über das Projekt.

Weblinks zur geplanten RSB[Bearbeiten]