Netzwerk Solidarische Mobilität

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Das Netzwerk Solidarische Mobilität (kurz: "Solimob") ist ein 2012 gegründetes offenes Netzwerk von Verbänden und Einzelpersonen für eine solidarische und ökologische Mobilitätspolitik. Es "versteht sich als Netzwerk für alle, die Mobilität für wichtiger als Verkehrswachstum halten", und will "Akteure, Erfahrungen und Fähigkeiten bündeln, um die derzeitige Situation und Politik zu verändern". Es wendet sich gegen die Gleichsetzung von Verkehr und Mobilität: "Mobilität ist ein Menschenrecht. Mobilität muss daher auch noch für unsere Kinder und Enkel und sie muss weltweit möglich sein. Dazu aber muss der Verkehrsaufwand unserer heutigen Generation reduziert werden. Wir brauchen eine konsequente Ausrichtung der Politik an Mobilität: Mobilität ist zu sichern, Verkehr hingegen zu reduzieren."[1]

Ziele des Netzwerks[Bearbeiten]

Das Netzwerk geht aus von folgenden Erkenntnissen:

  • Wir stehen vor einer Klimakrise, an der der Verkehr einen erheblichen Anteil hat,
  • Der Energiehunger unserer Verkehrssysteme ist nicht mehr mit nachhaltiger Entwicklung vereinbar,
  • Verkehrslärm und Luftverschmutzung verursachen Erkrankungen der Menschen, und oft sind vor allem ärmere Teile der Bevölkerung betroffen
  • Schon jetzt sind fünf Prozent von Deutschland durch Verkehrsflächen versiegelt.

Ausgehend hiervon werden folgende Ziele formuliert:[2]

  1. Bewegungsfreiheit und faire Mobilität
  2. Lebenswerte Städte und Dörfer
  3. Klimawandel bremsen - an die globale Zukunft denken
  4. Mehr Platz für Fuß- und Radverkehr
  5. Ausbau und Vorrang des Öffentlichen Verkehrs
  6. Güterverkehr reduzieren
  7. Bürgerteilhabe ist unverzichtbar
  8. Sozialökologischer Umbau der Wirtschaft

Struktur und Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Grundlage der Zusammenarbeit im Netzwerk sind Kooperation, Motivation und Konsenskultur. Dazu gehört das Prinzip der Gewaltfreiheit auch in der Kommunikation. Mitglieder können Verbände, Einzelpersonen, Bürgerinitiativen, lokale Gruppen, NGOs, Gewerkschaften, Aktionsgruppen, Kampagnen-Teams und sonstige Initiativen werden. Die Mitgliedschaft von Parteien ist nicht möglich, MandatsträgerInnen sind aber willkommen. Rassistische, menschenfeindliche oder chauvinistische Positionen und Akteure haben keinen Platz.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. zitiert aus der Erklärung des Netzwerks (erste verabschiedete Fassung vom 27.4. 2012)
  2. zitiert aus der Erklärung des Netzwerks

Weblinks[Bearbeiten]