Thomas Müller

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Auf großes Medienecho stieß seine Kandidatennominierung Ende November 2010: Ein Schwarzer tritt für die Grünen an – und das im Bayerischen Wald. Der ehrenamtliche Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein, Thomas Müller (bislang CSU), möchte am 30. Januar 2011 zum hauptamtlichen Zwieseler Bürgermeister gewählt werden - für die Grünen. Insgesamt streben sechs BewerberInnen an die Spitze der rund 10.000 EinwohnerInnen zählenden Gemeinde. „Wenn wir in die Stichwahl kommen, dann haben wir eine Chance“, so Sigrid Weiß zu den Erfolgsaussichten Müllers.

Von ihr wollte die AKP[1] wissen, wie man denn auf die Idee kommt, einem CSU-Bürgermeister eine grüne Kandidatur anzutragen. Er sei ihnen schon länger aufgefallen, sagte die grüne „Fraktionsführerin“. In Bayerisch Eisenstein (1.000 EinwohnerInnen) habe er einen Genossenschafts-Dorfladen gegründet und sich als einziger Bürgermeister konsequent für den Nationalpark Bayerischer Wald ausgesprochen. Auf eine Zwieseler Stadtratsresolution für einen Autobahnzubringer habe er mit einer Eisensteiner Gegen-Resolution reagiert.

Halbtags arbeite der 38-Jährige gelernte Bankkaufmann zudem als Geschäftsführer der Service GmbH des Bundes Naturschutz. Inzwischen hat Thomas Müller sein CSU-Parteibuch abgegeben, grünes Mitglied will er für’s erste nicht werden.

Offen gestalteten die Grünen ihre Nominierungsversammlung: per Inserat und Plakat wurden auch Nichtmitglieder eingeladen. Laut Weiß geht es darum, von Anfang an alle zu beteiligen. Per Beschluss ermöglichten es die Mitglieder, dass auch Nicht-Grüne den Kandidaten nominieren durfen. So sei Müller von mehr Personen aufgestellt worden als der CSU-Kandidat in dessen parteiinterner Versammlung.

Müller verfehlt die Stichwahl in Zwiesel[Bearbeiten]

Thomas Müller hat es nicht geschafft: Der für die Grünen kandidierende Ex-CSUler und Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein verfehlte die Stichwahl in Zwiesel. Bürgermeister wurde der parteilose Xaver Steininger. Er setzte sich am 13.2.2011 mit 60,57% gegen den CSU-Kandidaten (39,43%) durch. Dieser hatte im 1. Wahlgang am 30.1. die meisten Stimmen bekommen (31,60%). Das Verfolgerfeld lag damals mit 23,05% (Steininger), 22,67% (SPD-Kandidat) und 21,78% (Müller) dicht beieinander.

--Rita A. Herrmann, Alternative Kommunalpolitik 14:53, 3. Mär. 2011 (CET)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bayerischer Wald: CSU-Bürgermeister tritt für die Grünen an, Alternative Kommunalpolitik, 1/2011, S.8

Weblinks[Bearbeiten]

Der Angstgegner. Reportage der Berliner Zeitung vom 27.01.2011