Essbare Stadt

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Logo "Essbare Stadt Kassel"

Unter dem Titel "Essbare Stadt" gibt es in einigen deutschen Kommunen Projekte, die die Produktion von Nahrungsmitteln in der Stadt fördern. Erstmalig entwickelt wurde die Idee 2008 in Todmorden (Großbritannien) unter dem Titel "edible city".[1]

Zwei Ansätze sind dabei möglich, die auch kombiniert werden können: Im Rahmen von Urban Gardening-Projekten wird besonders das Erzeugen von Lebensmitteln gefördert, und auf öffentlichen Grünflächen werden statt Zierpflanzen teilweise auch Nutzpflanzen angebaut, deren Früchte allen Stadtbewohner/inne/n zur Ernte zur Verfügung stehen. Alle Projekte basieren auf einer Kooperation zwischen Engagierten aus der Zivilgesellschaft und der Kommune.

Kurzbericht zu einer Umfrage in Andernach[Bearbeiten]

Das Projekt "Essbare Stadt Andernach" existiert schon seit 2010. Hierzu hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung eine Befragung durchgeführt und einen Kurzbericht veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass rund 70% der Befragten die Angebote, Früchte oder Kräuter zu ernten und zu verwenden, noch nie genutzt haben. Trotzdem hat das Projekt deutlich zur Attraktivität der Stadt für ihre Einwohner/innen und den Tourismus beigetragen.

Essbare Stadt Düsseldorf[Bearbeiten]

Auch Düsseldorf hat sich zur "essbaren Stadt" erklärt und sieht das Projekt als Baustein seiner Strategie, bis 2035 klimaneutral zu werden. Bürger*innen werden angeregt, auf ihrem privaten Grund mehr Obst und Gemüse anzubauen, zugleich erhalten Gruppen und Initiativen von der Stadt kostenlos komplette Sets für Hochbeete unter der Voraussetzung, dass diese für das Ernten öffentlich zugänglich sind. Auch Apfel- und Birnbäume stellt die Stadt unter der gleichen Bedingung zur Verfügung, fördert Gartenprojekte in Kitas und Schulen und pflanzt Beerensträucher auf Spielplätzen.[2]

Fußnote[Bearbeiten]

  1. wikipedia, Essbare Stadt
  2. #stadtvonmorgen: Düsseldorf zum Essen, 14.04.2022

Weblinks[Bearbeiten]