Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung"

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Das Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung" der Bundesregierung zielt auf die energetische Sanierung älterer Häuser und Wohnungen und richtet sich an die Eigentümer/innen. Ein/e anbieterunabhängige/r und besonders qualifizierte/r Energieberater/in erstellt eine Gebäudeanalyse, ein Sanierungskonzept und einen Maßnahmenfahrplan. Dieser soll es dem/der Eigentümer/in ermöglichen, die Sanierung ggf. auch in sinnvollen Einzelschritten durchzuführen. Die Kriterien für den Beratungsbericht wurden im Auftrag des Wirtschaftsministeriums vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erstellt, weshalb dieser Bericht auch als "BAFA-Bericht" bezeichnet wird.

Beispiel für kommunale Handlungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Landkreis München: Kreissparkasse fördert Energieberatungsbericht[Bearbeiten]

Die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg] hat sich von den Münchner Kreistagsgrünen überzeugen lassen und fördert seit Anfang 2013 den sog. BAFA-Bericht. Für diesen Bericht muss der Gebäudeeigentümer etwa 1.100 € ausgeben. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt dafür einen Zuschuss von 400 € für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. 500 € für Gebäude mit mindestens drei Wohneinheiten. Zusätzliche Thermografieaufnahmen oder einen Blower-Door-Test fördert die BAFA ebenfalls.

Im gesamten Wirkungskreis der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg gibt es darüber hinaus nun einen Zuschuss von 250 € für diesen Energieberatungsbericht – sofern die Hauseigentümer die Sanierungsmaßnahmen über die Kreissparkasse finanzieren. Mindestens 25.000 € müssen sie dafür aufnehmen.

„Das Förderprogramm passt optimal in die Strategie der Kreissparkasse“, sagt Kreisrat Oliver Seth von den Grünen München-Land; ohnehin unterstütze sie in ihrer Unternehmenspolitik die energetische Sanierung von Immobilien. Seth ist Mitglied im Zweckverband der Kreissparkasse und hatte die Idee zu dieser Förderung. Der AKP-Redaktion berichtete er, wie er kontinuierlich für das Projekt geworben hatte, bei der Weihnachtsfeier des Kreistages oder am Rande des Kreisfeuerwehrtreffens: „Wichtig war, dass ich immer wieder nach dem Stand der Entscheidungsfindung gefragt und weitere Informationen zur Verfügung gestellt habe, wenn Fragen aufgetaucht sind.“ Darüber hinaus sei auch gut angekommen, dass die Grünen angeboten haben, das Förderprogramm auch über das eigene Netzwerk bekannt zu machen. Ein Treffen seiner Kreistagsfraktion mit dem Vorstand der Kreissparkasse brachte dann den Durchbruch.

Seth hat noch einen Tipp für Kommunalis, die diese Idee in ihrem Sparkassen-Verwaltungsrat einbringen möchten: „Wenn man andere Sparkassen anspricht, ist es wichtig, dass man immer darauf hinweist, dass es nur funktionieren kann, wenn die Sparkasse auch die günstigen KfW-Kredite durchreicht. Es macht keinen Sinn, eine kleine Förderung zu geben, wenn der Zinssatz später diesen Vorteil wieder auffrisst.“

Autorin dieses Abschnitts, Quelle und weitere Hinweise[Bearbeiten]

Geschrieben von Rita A. Herrmann für die AKP 2/2013

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]