Unterstützte Selbsthilfegruppen von Menschen mit Demenz. Anregungen für die Praxis

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Angaben zur Literatur:


Autor(en): Michaela Kaplaneck


Unterstützte Selbsthilfegruppen von Menschen mit Demenz. Anregungen für die Praxis

Verlag: Mabuse-Verlag
Ort: Frankfurt/Main
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenzahl: 115 Seiten
Preis: 12,90€
ISBN 978-3-86321-021-2

Rezension von Rita A. Herrmann[Bearbeiten]

„Selbsthilfe? Wie soll das denn bei Demenzkranken gehen? Die sind doch gar nicht krankheitseinsichtig“ – dieses Einstiegszitat einer engagierten Sozialarbeiterin wird sogleich widerlegt: Menschen mit Demenz beschäftigen sich sehr wohl mit dem Fortschreiten ihrer Krankheit.

Wer gerade die schlimme Diagnose erfahren hat, ist beileibe nicht schlagartig geistig umnachtet – auch wenn das Umfeld reflexartig sofort mit der Bevormundung beginnt. Gerade Menschen im Frühstadium der Erkrankung bieten unterstützte Selbsthilfegruppen einen geschützten Raum für das Gespräch mit anderen Betroffenen. Ohne Angehörige, dafür mit einer Assistenz, die sich um das Organisatorische kümmert und sehr zurückhaltend moderiert.

Zur Gründung und für die Begleitung einer solchen Gruppe gibt es auf den 115 Seiten zahlreiche Tipps. Doch in diesem Buch steckt noch mehr: Die Autorin erzählt äußerst anschaulich von den Empfindungen der Demenzkranken. Wie wohltuend es z.B. ist, wenn man um Worte ringt und eben niemand souffliert. Auf diese Weise plädiert Kaplaneck en passant für mehr Respekt im Umgang mit Demenzkranken.

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