Die Stadt Heidelberg entwickelt in einem partizipativen Prozess und mit wissenschaftlicher Begleitung Leitlinien für eine auf Dauer angelegte kooperative Bürgerbeteiligung bei Planungs- und Entscheidungsprozessen.
Als Vorteile eienr auf Dauer angelegten, systematischen und kooperativen Bürgerbeteiligung werden gesehen:
Ausgangspunkt war ein erfolgreicher Bürgerentscheid gegen die geplante Erweiterung der Stadthalle. Am 25.7.2010 stimmten 67,1% gegen die Planung und brachten sie zu Fall. Daraufhin beschloss der Rat am 21.10.2010, mit der Ausarbeitung von Leitlinien für eine systematische Bürgerbeteiligung an Planungs- und Entscheidungsprozessen zu beginnen. Der Entwurf soll etwa im November 2011 vorliegen. Nach dem Ratsbeschluss über die Leitlinien sollen sie in Pilotverfahren erprobt und letztlich in einer kommunalen Satzung verbindlich festgeschrieben werden.
Der Prozess ist trialogisch angelegt: Als beteiligten Gruppen werden Bürgerschaft, Politik/Rat sowie Verwaltung angesehen, hinzu kommt die wissenschaftliche Begleitung unter Leitung von Prof. Dr. Helmut Klages. Zur Entwicklung der Leitlinien finden voraussichtlich 8 Sitzungen je ca. 5 Stunden statt.
Die Ziele von Bürgerbeteiligung wurden zunächst von den drei Gruppen getrennt formuliert. Anschließend wurden sie in der gesamten Runde diskutiert und zu gemeinsamen Zielen verdichtet. Als oberstes Ziel wurde die Schaffung von Transparenz und gegenseitigem Vertrauen sowie der Aufbau einer Beteiligungskultur formuliert.
Dabei wurden vorläufig 10 wesentliche Gestaltungskriterien herausgearbeitet: