Wortergreifungsstrategie

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Unter der Wortergreifungsstrategie versteht man ein Verhalten von Rechtsextremen. Dabei gehen sie gezielt zu Veranstaltungen von Demokrat/innen um dort entweder durch häufige Zwischenfragen den Ablauf der Veranstaltung zu stören oder um ihre eigenen Thesen einem mehr oder weniger interessierten Publikum mitzuteilen. Diese Strategie wurde bereits in verschiedenen Bundesländern angewendet.

Wird zu einer Veranstaltung öffentlich eingeladen, so kann man Neonazis nur schwer den Eintritt verweigern, wenn man sich vorher nicht rechtlich abgesichert hat. In Berlin drucken viele Initiativen einen sogenannten Ausschlusssatz auf Plakate, Flyer und Veranstaltungshinweise, wenn sie sich das Recht vorbehalten wollen, Neonazis aus ihrer eigenen Veranstaltung zu entfernen oder ihnen von Anfang an den Zutritt zu verwehren. Dieser Satz muss ebenfalls zu Beginn der Veranstaltung am Eingang befestigt sein, damit allen Besuchenden die Bedingungen klar sind. Der Satz lautet:

"Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die Organisationen der extremen Rechten angehören, der Szene der extremen Rechten zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen."

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