Digitaler Dorfplatz

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Als Digitaler Dorfplatz werden interaktive Bildschirme bezeichnet, die aktuelle Informationen bereithalten, in gewisser Weise die zeitgemäße Form des Schaukastens. Wie im traditionellen Schaukasten werden Informationen für Einheimische wie für Touristen (z.B. Veranstaltungstermine, ärztliche Notdienste oder Bekanntmachungen) bereitgestellt. Gegenüber jenem bietet das digitale Format natürlich Vorteile:

  • Zentrale Administration, mehrere Displays können von einem Ort aus jederzeit aktualisiert werden
  • Interaktivität, die Nutzer*innen können Themen anwählen und Näheres erfahren. Die Platzbeschränkung eines herkömmlichen Schaukastens fällt weg
  • Informationen können z.B. per QR-Code direkt aufs Smartphone übertragen und mitgenommen werden.

Einer der ersten "digitalen Dorfplätze" wurde in Hohenkirchen (Kreis Westmecklenburg) aufgestellt. Das Projekt ging aus dem Landeswettbewerb zur Digitalisierung "Smart tau Hus" hervor, den der Gemeindeverbund um Hohenkirchen gewann. Mit dem Preisgeld von 100.000 € und in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern wurde das Projekt umgesetzt. Nach einer ersten Installation sollen alle elf Ortsteile mit Bildschirmen ausgestattet werden. Im Ostseebad Boltenhagen sollen Geräte auch an Strandaufgängen aufgestellt werden.

Quellen[Bearbeiten]