Energieautarkie

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Energieautarkie bezeichnet strenggenommen die "Eigenversorgung" einer bestimmten Region (Gemeinde usw.) mit Energie.

Was für Inselstaaten oder entlegene Berghütten eine Notwendigkeit ist, will man nicht von z.B. Ölimporten abhängig sein, ist für Gemeinden in Deutschland eher ein politisches Schlagwort. Es geht nicht darum, die Strom- und Gasnetze abzuschotten oder Tanklastwagen, die von außen kommend die Tankstellen der Region beliefern, die Zufahrt zu verwehren.

Der Begriff bezeichnet eher die bilanzielle Eigenversorgung, d.h.: Rein rechnerisch soll, über ein durchschnittliches Jahr betrachtet, der Strom- oder sogar der gesamte Energieverbrauch einer Region in der Region selbst erzeugt werden. So lange aber noch z.B. Autos an örtlichen Tankstellen mit fossilen Kraftstoffen betankt werden, ist diese Autarkie eben eine bilanzielle - und keine reale, im physikalischen Sinne.

Die Debatte über Energieautarkie bzw. Eigenversorgung kann nützlich sein, um sich klar zu machen, welche Energiebilanz und welche damit verknüpfte Wertschöpfung eine Gemeinde denn hat. In der Praxis findet nämlich ein erheblicher Abfluss von Kapital nach außen statt, im Fall fossiler Energien häufig zugunsten zweifelhafter Cliquen z.B. in Russland oder im Nahen Osten.

Spätestens bei Gemeinden mit hohem Energieverbrauch und wenig Fläche, d.h. Städten, ist auch das Ziel einer bilanziellen Eigenversorgung wenig hilfreich. Die Energie muss von außen kommen, und in Zeiten der Energiewende kommt sie eben aus den ländlichen Regionen.

Siehe auch[Bearbeiten]