Mängelmelder

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Der Mängelmelder ist ein bundesweiter Service der "wer|denkt|was GmbH", durch den Bürger/innen - vorzugsweise mit dem Smartphone - Mängel wie Verunreinigungen, Beschädigungen oder Defekte an ihre Kommune melden können. Wenn dies mit der entsprechenden Apps (verfügbar für Android und iOS) geschieht, kann die Meldung direkt mit dem Standort und einem Foto verknüpft werden. 82% der Meldungen werden mit der App erstellt. Im Jahr 2017 gingen etwas über 3.600 Meldungen ein, also knapp 10 am Tag.

Online ist der Bearbeitungsstatus ("geprüft" - "in Bearbeitung" - "gelöst" - "ungelöst abgeschlossen" - "abgelehnt") angezeigt. Tatsächlich gelöst wurden danach rund 21% der Anliegen. Da nicht alle Kommunen den Bearbeitungsstatus an den Mängelmelder zurückmelden, weist die Statistik rund die Hälfte der Meldungen als "ungelöst" aus. Auch die Bürger/innen, die den Mangel gemeldet haben, können jedoch mitteilen, dass der Mangel behoben wurde.

Gemeldete Mängel werden zunächst geprüft, bevor sie freigeschaltet und an die zuständige Kommune weitergegeben werden. Bei der Prüfung werden u.a. aus Datenschutzgründen alle personenbezogenen Daten entfernt. Dieser Vorgang dauert im Durchschnitt etwas weniger als einen Tag. Anschließend benötigen die teilnehmenden Kommunen ca. 2,5 Tage zur Prüfung und insgesamt knapp 26 Tage bis zur Lösung (oder ca. 14 Tage bis zur Ablehnung) des gemeldeten Mangels. Der häufigste gemeldete Mangel ist illegale Müllablagerungen (ca. 39%), gefolgt von Straßenschäden (ca. 16%). Immerhin 9% der eingehenden Meldungen sind Anregungen oder Lob.

Das Angebot ist national flächendeckend. Jede Kommune in Deutschland kann über Mängelmelder.de kostenlos teilnehmen. Kommunen können sich zusätzlich eine eigene Version der App erstellen lassen, um gezielter auf die lokalen Gegebenheiten (z.B. richtige Ansprechpartner je nach Art des Anliegens) eingehen zu können. Davon haben (Stand 2019) knapp 50 Kommunen mit ca. 4,65 Mio. Einwohner/innen Gebrauch gemacht.

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