Städtepartnerschaft Düsseldorf - Czernowitz

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Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf geht aus Anlass des Ukraine-Krieges eine Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Czernowitz ein. Grundlage der Partnerschaft sind bereits zuvor gepflegte Kontakte, nicht zuletzt zwischen den jüdischen Gemeinden beider Städte. Der Stadtrat beschloss die neue Partnerschaft am 10.03.2022.[1] Um die Vereinbarung zu unterzeichnen und sich vor Ort über den Unterstützungsbedarf zu informieren, reiste der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller am 31.08.2020 nach Czernowitz.[2]

Zuvor hatte die Stadt ihre bestehende Städtepartnerschaft mit der russischen Hauptstadt Moskau "auf Eis gelegt". Oberbürgermeister Stephan Keller sagte zur Begründung: „Die Isolation Russlands auf allen Ebenen ist das Gebot der Stunde“. Städtische Gesellschaften wie die Messe Düsseldorf stellten ihre Geschäftsbeziehungen nach Russland ebenfalls in Frage. Auch andere Städte wie Berlin, Hanau, Baden-Baden oder Kassel lassen ihre Partnerschaften mit Städten in Russland zunächst ruhen.[3]

Viele Städte reagieren jedoch anders auf den Konflikt. So wollen Münster, Stuttgart und Krefeld ihre städtepartnerschaftlichen Verbindungen nach Russland nutzen, um im Sinne der Städtediplomatie für den Frieden einzutreten. Auch zahlreiche Städte z.B. in Hessen und Niedersachsen geben an, ihre Partnerschaften mit Städten in Russland weiterführen zu wollen.[4] Die drei Kommunen in Thüringen, die Partnerschaften zu russischen Städten unterhalten, haben diese noch nicht abgebrochen, zwei von ihnen haben sich jedoch gegen den russischen Angriffskrieg positioniert.[5]

Auch Mainz, die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, hat eine Städtepartnerschaft mit Czernowitz beschlossen. Beide Städte sind außerdem mit Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau, verbunden, so dass eine Dreieckspartnerschaft entsteht.[6]

Fußnoten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]