Handlungsleitfaden Kommunale Wärmeplanung

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Mit der Novelle 2020 des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg,[1] die (mit Ausnahme der Regelungen zu den Grundsätzen des nachhaltigen Bauens) am 24.10.2020 in Kraft trat, werden die Stadtkreise und Großen Kreisstädte in Baden-Württemberg verpflichtet, bis Ende 2023 einen Wärmeplan zu erstellen. Zur Unterstützung hat das Umweltministerium einen Handlungsleitfaden Kommunale Wärmeplanung entwickelt.

Cover des Handlungsleitfadens

Inhalt des Handlungsleitfadens[Bearbeiten]

Das Klimaschutzgesetz gibt in § 7c Absatz 2 die zentralen Schritte zur Ersteltung einer kommunalen Wärmeplanung vor, an denen sich der Leitfaden orientiert:

  • Bestandsanalyse: derzeitiger Wärmebedarf und -verbrauch, daraus resultierende CO2-Emissionen, Informationen zu Gebäudetypen und Baualtersklassen, vorhandene Gas- und Wärmenetze, Heizzentralen und Speicher Beheizungsstruktur der Gebäude;
  • Potenzialanalyse: Potenziale zur Energieeinsparung für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in den Sektoren Haushalte, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen, Industrie und öffentlichen Liegenschaften; lokal verfügbare Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärme-Potenziale;
  • Zielszenario: Szenario zur Deckung des künftigen Wärmebedarfs mit Erneuerbaren einschließlich einer Beschreibung der dafür nötigen Versorgungsstruktur im Jahr 2050 mit einem Zwischenziel für 2030;
  • Wärmewende-Strategie: Transformationspfad zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans mit Maßnahmen, Prioritäten und Zeitplan; mögliche Maßnahmen für die Erreichung der erforderlichen Energieeinsparung und den Aufbau der zukünftigen Energieversorgungsstruktur.

Für die Kommunen, die zur Aufstellung eines Wärmeplans verpflichtet wurden, hat das Land finanzielle Hilfen angekündigt; außerdem sollen in den zwölf Regionen des Landes "Beratungsstellen kommunale Wärmeplanung" entstehen.[2]

Fußnoten[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]