Versorgung Geflüchteter

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Der Zustrom von Schutzsuchenden aus der Ukraine reißt nicht ab: Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge schätzt, dass seit Kriegsbeginn vier Millionen Menschen das Land verlassen haben. Viele von ihnen haben in Deutschland – zumindest vorläufig – ein neues Zuhause gefunden: Das Statistische Bundesamt meldet, dass die Zahl der Ukrainer:innen in Deutschland von 138.203 im Dezember 2021 auf 999.480 im September 2022 angestiegen ist.[1] Der Großteil der Geflüchteten beabsichtigt für immer oder zumindest für einige Jahre in Deutschland zu bleiben. Lediglich ein Drittel der Befragten gab an, nach Beendigung des Krieges in die Ukraine zurückkehren zu wollen.[2]

Auch aus anderen Krisengebieten reisen weiterhin Flüchtlinge und Asylsuchende nach Deutschland ein: Im Ausländerzentralregister wurden 2021 insgesamt eine Millionen Zugezogene mit ausländischer Staatsangehörigkeit dokumentiert, Tendenz steigend. Diese enorme Zahl von Schutz- und Asylsuchenden erfolgreich zu integrieren ist hauptsächlich Aufgabe des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Das Bundesamt stellt deshalb Beratungs-, Orientierungs- und Sprachkurse zur Verfügung sowie Kurse zur Unterstützung für eine berufliche Integration. Es werden außerdem Projekte betreut, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt verbessern sollen.

Politische Diskussion[Bearbeiten]

Bundeskanzler Olaf Scholz fordert, dass vor allem Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zügig in das reguläre Sozialleistungssystem aufgenommen werden sollen.[3] Berlins regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hingegen beklagt, dass die Hauptstadt bereits am Rande ihrer Möglichkeiten angekommen sei und spricht von „erschöpften Kapazitäten, was Unterkünfte und Geldmittel“ betrifft. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Gerd Landsberg fordert „nicht nur Beschlüsse, sondern konkrete Maßnahmen.“ Er warnt davor, dass „Unterbringungsmöglichkeiten begrenzt sind; schon jetzt werden Hotelzimmer angemietet und Sammelunterkünfte, zum Beispiel in Turnhallen, vorbereitet.“[4] In diesem Zusammenhang lohnt sich ein genauer Blick auf die Stadt Hanau: Das Oberzentrum im Main-Kinzig-Kreis mit gut 100.000 Einwohnern arbeitet bereits mit konkreten Maßnahmen und Konzepten, die bereits 2015 erfolgreich umgesetzt werden konnten, und meistert den Zuzug von Schutzsuchenden aus der Ukraine bisher sehr erfolgreich.[5]

Konzept der Unterkünfte[Bearbeiten]

Die ausreichende Anzahl an Unterkünften wurde im Hessischen Main-Kinzig-Kreis mit einem Leichtbauhallenkonzept sichergestellt: Die schnell lieferbaren Wohn- und Schlafkabinen werden von einem Messebauunternehmen bereitgestellt und sind qualitativ sehr hochwertig. Die verschiedenen Module sind höchst flexibel, können einfach und unkompliziert auf-, ab- und umgebaut werden. Sie sind leicht zu reinigen und zu desinfizieren und darüber hinaus brandschutzkonform. Das Modulsystem inklusive WC- und Duschkonzepten wird für eine maximale Privatsphäre geplant und umgesetzt, so dass zu jeder Zeit ein reibungsloser Aufenthalt der Schutzsuchenden gewährleistet wird. Gut ausgebildete Security-Mitarbeiter runden das sichere Wohnkonzept durch ein freundliches, aber professionelles Auftreten ab.

Unmittelbare Versorgung[Bearbeiten]

Um erneute Wellen von COVID-Infektionen in den Einrichtungen zu verhindern, ist eine flächendeckende Infrastruktur von Test- und Impfstraßen vorhanden. Auch für die digitale Dokumentation sowie eine enge Zusammenarbeit und schnelle Kommunikation mit Gesundheitsämtern ist gesorgt. Neben der Bereitstellung von Hygieneartikeln wie Masken und Desinfektionsmitteln ist die ärztliche Versorgung der Schutzsuchenden von immenser Wichtigkeit. Zu diesem Zweck steht ein Netzwerk medizinisch geschulter Mitarbeiter:innen bereit, die flexibel einsetzbar sind. Ein Catering-Konzept sorgt für die dreimal tägliche Bereitstellung von nahrhaften Mahlzeiten sowie von alternativen Mahlzeiten und leckeren Snacks. Auch besondere Bedürfnisse werden angemessen berücksichtigt – zum Beispiel durch die Bereitstellung von Säuglingsnahrung, Windeln und Utensilien wie Fläschchen, Schnuller sowie speziellen Pflegeprodukte. Liebevoll gestaltete Spiele-Ecken geben Kindern die Möglichkeit, ausgelassen zu spielen und den Eltern die Möglichkeit, durchzuatmen.

Integrationskonzepte[Bearbeiten]

Für eine erfolgreiche Integration sind ganzheitliche Konzepte erforderlich sowie gut eingespielte Teams von Spezialisten, die in enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Landkreisen für die Umsetzung sorgen. Solche Konzepte werden zum Beispiel von der Kineo Medical GmbH bereitgestellt und in enger Zusammenarbeit mit Planet Care verwirklicht.[6] Zu den gut ausgebildeten Teams gehören Seelsorger, die ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte haben. Erfahrene Helfer begleiten Schutzsuchende bei Behördengängen, entlasten die Ansprechpartner bei Behörden und unterstützen die Flüchtlinge dabei, die nötigen Qualifikationen und Kontakte zu erhalten, um zeitnah in den regionalen Arbeitsmarkt integriert zu werden. Auch Dolmetscher:innen stehen zur Verfügung, um einfach und schnell Probleme und Herausforderungen aus der Welt zu schaffen.

Eine speziell entwickelte Software ermöglich ein unkompliziertes Ein- und Auschecken der Bewohner:innen und erlaubt den Zugriff auf personenbezogene relevante Daten (das System ist natürlich DSGVO-konform). Komfortables WLAN steht allen zur freien Verfügung. Für Abwechslung wird gesorgt durch die Planung und Organisation von gemeinschaftlichen Aktivitäten wie Grillabende, Live Musik, Wanderungen oder Vorlese-Aktionen für die Kleinen – auch mit Einbindung der Anwohner:innen, um für ein gutes nachbarschaftliche Verhältnis zu sorgen.

Handlungsbedarf[Bearbeiten]

Die Zahl der Schutzsuchenden aufgrund des Ukraine-Kriegs ist heute schon höher als die Zahl der Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland eingereist sind. [7] Das bedeutet, dass sich Länder und Kommunen auch weiterhin großen Herausforderungen gegenübersehen! Erprobte Integrationskonzepte sowie erfahrene Partner, die in kürzester Zeit die notwendigen Infrastrukturen bereitstellen können, sind ein erfolgversprechender Ansatz, Schutzsuchende zu integrieren und Länder und Kommunen zu entlasten.

Fußnoten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]