Ärztemangel

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Nach Aussagen des Patientenbeauftragten der Bundesregierung ist in Deutschland die flächendeckende hausärztliche Versorgung bedroht. Insbesondere ländliche Regionen, gelegentlich aber auch einige Stadtteile größerer Städte sind betroffen.

Zahlen und Fakten[Bearbeiten]

  • Von 1995 bis 2013 ist die Zahl der niedergelassenen Allgemeinmediziner/innen und praktische Ärzte/innen in Deutschland von 46.092 auf 33.780 gesunken.
  • Im Jahr 2013 lag das Durchschnittsalter aller niedergelassenen Ärzte/innen bei rund 53,1 Jahren. Ein Drittel war mindestens 60, jede/r Zehnte mindestens 65 Jahre alt.
  • Etwa die Hälfte der 2018 tätigen Hausärzte und -ärztinnen dürfte bis ca. 2030 aus dem Berufsleben ausscheiden.[1]
  • Deutschland bildet derzeit zu wenig Mediziner/innen aus. Absolvierten im Jahr 1993 noch rund 18.355 Studierende erfolgreich ein Studium der Humanmedizin (ohne Zahnmedizin), waren es im Jahr 2012 nur noch 16.296. Im Mai 2022 hat daher der Deutsche Ärztetag an die Bundesländer appelliert, die Zahl der staatlich finanzierten Medizinstudienplätze kurzfristig um mindestens sechstausend zu erhöhen. Ob das zum Erfolg führen würde, ist umstritten; die Mehrzahl der Ärzt*innen bevorzugt das Leben in der Stadt und spezialisiert sich nicht auf allgemeinärztliche Tätigkeit.[2]
  • Nach einem 2014 veröffentlichten Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (siehe Materialien) waren 1993 noch 59,7 Prozent der Vertragsärzte in der hausärztlichen Versorgung tätig, 2012 nur noch 45,9 Prozent.
  • In einer 2021 veröffentlichten Studie stellte die Robert-Bosch-Stiftung fest, dass bis 2035 voraussichtlich 11.000 Ärzt*innen in Deutschland fehlen. 40% aller Landkreise seien dann unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht. Die Studie empfiehlt als Gegenmaßnahme die Gründung von Gesundheitszentren.[3]
  • Nach Statistiken des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter droht in Nordrhein-Westfalen bereits jetzt in 92 Gemeinden eine Gefährdung der hausärztlichen Versorgung. In 48 weiteren Gemeinden erscheint eine solche Gefährdung zumindest auf mittlere Sicht möglich.
  • Durch eine Umfrage unter den rund 1.100 Kommunen in Baden-Württemberg hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg im Jahr 2016 festgestellt, dass etwa jede zweite dieser Kommunen in den nächsten fünf Jahren eine Verschlechterung der hausärztlichen Versorgung erwartet. Von den rund 7100 in Baden-Württemberg ansässigen Hausärzten seien 35 Prozent älter als 60 Jahre.[4] Ähnlich die Ergebnisse einer Online-Umfrage der baden-württembergischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse im Sommer 2016: Unter den ca. 200 teilnehmenden Kommunen halten 36% die Zahl der Hausärzte vor Ort für unzureichend. Jede zweite Kommune rechnet damit, dass sich die Versorgungssituation in den nächsten fünf Jahren verschlechtern wird.[5]
  • In Mecklenburg-Vorpommern waren im Herbst 2017 ca. 180 Hausarztpraxen nicht besetzt, ca. 300 Ärztinnen und Ärzte gehen innerhalb der kommenden Jahre in den Ruhestand.

Siehe auch[Bearbeiten]

Handlungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Zur Verbesserung der Situation können verschiedene Akteure/innen beitragen: die kassenärtzlichen Vereinigungen, die Krankenkassen, Länder und Kommunen. Letztere können seit 2012 eigene Einrichtungen zur unmittelbaren medizinischen Versorgung der Versicherten eröffnen und damit an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Mit Verabschiedung des "GKV-Versorgungsstärkungsgesetz" im Jahr 2015 wurden die Kommunen u.a. in die Lage versetzt, stärkere Anreize für die Niederlassung von Ärzten zu setzen und selbst medizinische Versorgungszentren einzurichten.[6] Hingegen macht es Deutschland Ärzt*innen aus anderen, insbesondere Nicht-EU-Ländern sehr schwer, in Deutschland beruflich tätig zu werden.[7]

Beispiele politischen Handels aus einigen Bundesländern zeigen die kommunalen Möglichkeiten auf:

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

  • "Hausarzt-Tour": Bei der "TK-Hausarzt-Tour" brachte die Techniker Krankenkasse Medizinstudent/inn/en und Bürgermeister/innen ins Gespräch. Dabei warben die Kommunen um die Niederlassung als Hausarzt und stellten u.a. günstiges Bauland in Aussicht. Es zeigte sich aber auch, dass junge Mediziner/innen häufig lieber angestellt und im Team als allein und selbständig arbeiten möchten.[8]
  • Masterplan: Der Landkreis Calw hat für eine vorausschauende Planung einen Masterplan "Hausärztliche Versorgung im Landkreis Calw" entwickelt. Dabei kam ihm zugute, dass der Landkreis als Beispielfall für die Entwicklung des digitalen Werkzeugs Erreichbarkeitssicherung im ländlichen Raum diente, sodass ausreichend räumliche Planungsdaten - auch in Form von Szenarien für die zukünftige Entwicklung - zur Verfügung standen.
  • Kommune investiert in Arztpraxis: Die Gemeinde Lehrensteinsfeld (Landkreis Heilbronn, wie alle folgenden) hat in der Ortsmitte eine Praxis gebaut und vermietet diese ohne Renditeerwartung an einen Allgemeinmediziner. Ähnlich Cleebronn, das neben den Baukosten von 500.000 € noch 100.000 € in die Praxiseinrichtung investierte. Neckarwestheim förderte mit 1,5 Mio. € ein Ärztehaus mit Apotheke sowie 14 betreuten Wohnungen. Ellhofen lobte öffentlich eine Prämie von 5.000 € für die Vermittlung eines Arztes aus und hält auf eigene Kosten neu gebaute Räumlichkeiten für eine Praxis frei. Mulfingen und Eppingen schalteten Anzeigen und beauftragten Personalvermittler. Das ehemalige Eppinger Krankenhaus war schon vor Jahren in ein Ärztezentrum umgebaut worden. Güglingen gibt Allgemein- und Fachärzten einen Zuschuss von 50.000 Euro, wenn sie sich im Ort niederlassen.[9]

Bayern[Bearbeiten]

  • KVB erstellt Karte: Der Planungsbereich Feuchtwangen ist nach den Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) akut unterversorgt, hier fehlen rechnerisch fünfeinhalb Hausärzte/innen. Darüber hinaus sieht die KVB eine drohende Unterversorgung in folgenden Planungsbereichen:[10]
  • Kommunale Arztpraxis: Die Gemeinde Dentlein am Forst (Landkreis Ansbach), die zu diesem Planungsbereich gehört, entschied schon 2011, eine Arztpraxis zu bauen und an einen Arzt zu vermieten, um durch niedrigere Investitionskosten einen Anreiz für die Niederlassung zu schaffen. Mit Erfolg; heute werden in dieser Praxis ca. 1.800 Patient/inn/en betreut.[11]
  • Harsdorf (Landkreis Kulmbach) hat vor vier Jahren eine Arztpraxis eingerichtet. Dazu wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude erworben und zum "Gesundheitsbahnhof" umgebaut. Die Hälfte der Kosten musste die Gemeinde selbst aufbringen, sie konnte jedoch Mittel der Städtebauförderung einwerben. Außer einer allgemeinmedizinischen Praxis, in der inzwischen auch ausgebildet wird, befinden sich im Gebäude eine Physiotherapiepraxis und zwei barrierefreie Wohnungen.
  • Die Gemeinde Effeltrich (Landkreis Forchheim) hat seit Sommer 2017 ein Ärztehaus. Die notwendigen Investitionen von 1,8 Mio. € übernahm die Raiffeisenbank, die dafür ein kommunales Grundstück erwarb. Vier Ärztinnen und Ärzte arbeiten in der Praxis, in der auch ausgebildet wird. Im Gebäude gibt es zudem Praxen für Physiotherapie, Logopädie und ambulante Pflege.
  • Stipendien: Der Landkreis Coburg fördert seit dem Wintersemester 2014/2015 Studierende bis zu fünf Jahre mit 300 Euro pro Monat. Dafür sagen sie zu, ihre Allgemeinarzt-Weiterbildung im Weiterbildungsverbund am Klinikum Coburg zu absolvieren und zwei Jahre als Hausärzte im Landkreis zu arbeiten. Betreut wird das Programm von der Geschäftsstellenleiterin des Netzwerks "Gesundheitsregion Plus". Bisher haben elf Stipendiat/inn/en die Förderung genutzt, in den kommenden Jahren wird etwa ein Absolvent pro Jahr die Tätigkeit aufnehmen. Etwa 2023 könnte der/die Erste eine Praxis übernehmen.[12]
  • Der Bürgermeister von Ludwigsstadt (Landkreis Kronach) sieht in der Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums durch die Kommune eine Möglichkeit, dem Ärztemangel zu begegnen.[13]

Siehe auch[Bearbeiten]

Brandenburg[Bearbeiten]

  • Das Land Brandenburg unterstützt seit 2019 pro Semester 35 Studierende der Medizin mit monatlich 1.000 €. Diese müssen sich im Gegenzug verpflichten, eine Facharztausbildung an ihr Studium anzuschließen und danach für mindestens fünf Jahre im Land Brandenburg zu bleiben - andernfalls muss das Stipendium zurückgezahlt werden. Der Zuspruch ist verhalten: Zum Wintersemester 2022/23 gab es 38 Anträge auf das Stipendium (zu drei Vierteln von Frauen), von denen 34 bewilligt wurden. Es wird noch viele Jahre dauern, bis die ersten dieser Stipendiat*innen ihre Ausbildung abgeschlossen haben: Das Medizinstudium dauert sechs Jahre, die anschließende Facharzt-Weiterbildung fünf Jahre.[14]
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg betreibt die Webseite "Ort sucht Arzt", um auf (demnächst) freie Arztpraxen aufmerksam zu machen.
  • Der Landkreis Dahme-Spreewald zahlt Studierenden, die sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung mindestens vier Jahre lang im Landkreis zu arbeiten oder sich niederzulassen, eine Studienbeihilfe von insgesamt 13.500 Euro in monatlichen Raten von 500 €. Weitere Mittel wendet der Landkreis auf, um für dieses Projekt zu werben. Die Idee hat der Landkreis aus dem Hochsauerlandkreis (NRW) übernommen.[15]
  • Darüber hinaus bietet z.B. Prenzlau eine "Versorgungsprämie" von bis zu 55.000 € für die Übernahme bestehender Arztpraxen, für die Erweiterung einer Arztpraxis oder für die Schaffung einer neuen Praxis und lädt Studierende der Medizinischen Hochschule Brandenburg ein, sich vor Ort zu informieren. Eberswalde will potentielle Interessenten etwa bei der Wohnungssuche oder der Unterbringung von Kindern unterstützen.[16]

Hessen[Bearbeiten]

  • Rollende Arztpraxis: Seit Juli 2018 bietet im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein Allgemeinmediziner in einem sog. „Medibus“ in sechs Kommunen eine offene Sprechstunde an, täglich werden zwei Standorte angefahren. Der Bus ist mit einer einfachen Praxisausstattung samt EKG eingerichtet, fachärztliche Leistungen werden nicht angeboten. Grundlage ist eine Kooperation zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und der Deutschen Bahn Regio.[17]
  • Kommunale Richtlinie: Einige Kommunen im Landkreis Marburg-Biedenkopf fördern über eine Richtlinie die Ansiedelung von Ärzt*innen bei Einhaltung bestimmter Kriterien. In der Gemeinde Steffenberg werden per Einzelfallentscheidung 20.000 € zur Verfügung gestellt, wenn sich eine Mediziner*in maximal sechs Monate nach Erhalt der Zulassung als Allgemeinärzt*in im Gemeindegebiet niederlassen. Sie muss sich dabei verpflichten, die Tätigkeit mindestens zehn Jahre lang auszuüben - wer vorzeitig geht, muss einen entsprechenden Anteil der Fördersumme zurückzahlen. Weitere Förderungen durch andere werden hierauf nicht angerechnet. Bedingung ist auch, dass bei Antragstellung die Praxis maximal ein halbes Jahr lang besteht. Andere Gemeinden im Kreis haben etwas andere Bedingungen festgelegt, beispielsweise für die Zeit, seit der die Praxis schon bestehen darf, die Dauer der Verpflichtung oder auch die Fördersumme in Abhängigkeit von tatsächlich aufgewendeten Kosten.[18]

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]

  • In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 1130 niedergelassene Hausärzte, etwa 125 Stellen sind nicht besetzt (Stand: Ende 2017). Das Land stellt Medizinstudent/inn/en bis 2022 eine Million Euro für Stipendien zur Verfügung. Wer ein solches Stipendium erhält, verpflichtet sich, nach dem Studium und der Facharztweiterbildung für mindestens fünf Jahre in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein.
  • Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) regt zudem die Kommunen dazu an, ein "Attraktivitätsprofil" mit Parametern wie Infrastrukturangebote, Kitas, Schulen und Verkehrsmöglichkeiten zu erstellen, das mit der Liste der Kassenärztlichen Vereinigung zu freien oder frei werdenden Arztstellen verbunden werden kann.[19]
  • Der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern hat am 27.01.2019 ein Positionspapier "Verbesserung der hausärztlichen Versorgung in M-V" verabschiedet (pdf-Format, 4 Seiten). Darin wird ein Maßnahmebündel aus 10 Forderungen formuliert.
  • Am 29.01.2019 hat der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern das sogenannte "Landarzt-Gesetz" verabschiedet. Es reserviert jährlich 32 der rund 400 Medizin-Studienplätze im Land für Bewerber/innen, die über das reguläre Zulassungsverfahren nicht zum Zuge kämen. Sie müssen - neben einer besonderen Eignungsprüfung - sich verpflichten, nach Studienabschluss eine hausärztliche Weiterbildung zu absolvieren und anschließend mindestens zehn Jahre lang in der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten und von Unterver­sor­gung bedrohten ländlichen Regionen tätig zu sein. Bei Nichteinhaltung droht eine Vertragsstrafe von 250.000 €.[20]

Niedersachsen[Bearbeiten]

  • Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) hat einen Arbeitskreis gegründet, der die Probleme aus den Kommunen aufgreifen, einen Handlungskatalog erarbeiten und die Landespolitik in die Pflicht nehmen soll. Er hält die Tatsache für alarmierend, dass in Niedersachsen (Stand Juni 2017) 359 Hausarztsitze unbesetzt sind. Der NSGB setzt im Dialog mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachen (KVN) zunächst auf eine ausführliche Situationsanalyse. Er fordert eine Aufstockung der Studienplätze für Medizin und ihre Vergabe an Bewerber/innen, die sich zur Niederlassung im ländlichen Raum verpflichten. Dagegen haben sich jedoch die Kassenärztliche Vereinigung und auch die SPD-Fraktion im Landtag positioniert. Die hausärztlichen Planungsbereiche sollten, so der NSGB, deutlich kleiner gefasst werden, um die Situation in einzelnen Kommunen besser abzubilden. Der Sicherstellungsauftrag für die Ärzteversorgung liege jedoch bei der KVN, nicht den Kommunen.[21]
  • Im Mai 2018 forderte der NSGB die Einführung einer Landarztquote: Ein Teil der Studienplätze im Fach Medizin solle an die Zusage des/der Studierenden gebunden werden, für eine gewisse Zeit eine Landarztpraxis zu übernehmen. Diese Forderung entzweit die schwarz-rote Koalistion: Während sich die SPD hinter die Forderung nach einer Landarztquote stellt, lehnt die CDU diese ab. Auch der Marburger Bund hält die Landarztquote für nicht sinnvoll und fordert stattdessen einen staatlichen Zuschuss zur ärztlichen Vergütung in Gebieten mit Ärztemangel. Im Juni 2018 bezifferte der NSGB die Zahl der unbesetzten Hausarztsitze im Land mit 365 und rechnete damit, dass "in den kommenden Jahren" ca. 1.000 der 5.100 Hausärzte in den Ruhestand gehen werden. Er erinnerte die Landesregierung an ihre Zusage, 200 zusätzliche Studienplätze zu schaffen - die Kassenärztliche Vereinigung fordert bis zu 300 zusätzliche Studienplätze. Nach ihren Daten betrug das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte/innen Mitte 2018 ca. 54 Jahre. Bis Mitte 2018 stieg die Zahl der Studienplätze jedoch nur um 60.[22]
  • Der NSGB brachte ebenfalls einen "Rechtsanspruch auf einen Hausarzt in zumutbarer Nähe" in die Diskussion, was die Landesgesundheitsministerin jedoch nicht für durchsetzbar hält.[23]
  • Der Landkreis Holzminden gründet gemeinsam mit den kreisangehörigen Gemeinden, der Ärzteschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung einen Ausbildungsverbund, um die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin im Landkreis zu unterstützen. Dazu wurde im Dezember 2017 ein "Letter of Intent" (Absichtserklärung) unterzeichnet. Die Initiative entstand im Rahmen der Gesundheitsregion Holzminden.[24]
  • Anfang 2019 forderte der Städte- und Gemeindebund (NSGB) erneut einen schnellen Ausbau der Medizinstudienplätze und eine Landarztquote.[25]
  • Nachdem in Wilhelmshaven die letzte Kinderarztpraxis schloss, hat die Stadt für die Suche nach einer Nachfolge die Webseite kuestendoktor.de eingerichtet. Für eine*n Ärzt*in, die sich für mindestens sieben Jahre niederlässt, bietet sie eine Förderung von 50.000 € an (bei Teilzeit entsprechend weniger), außerdem Unterstützung beim Umzug und bei der Suche nach Praxisräumen.[26]

Enquete-Kommission zur medizinischen Versorgung[Bearbeiten]

Der niedersächsische Landtag hat Ende 2018 eine Enquetekommission „Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung in Niedersachsen - für eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe medizinische Versorgung“ eingesetzt, die Anfang 2021 ihren Bericht vorlegte.[27]

Die Kommission sieht eine "mangelnde flächendeckende Verteilung" der ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen und befürchtet eine zunehmende Überlastung insbesondere der hausärztlichen Kapazitäten. Sie empfiehlt eine Optimierung der Bedarfsplanung, bessere Rahmenbedingungen für Hausärzt*innen insbesondere in strukturschwachen Regionen und die Übertragung ärztlicher Leistungen auf andere Berufsgruppen.

Zur Krankenhausversorgung stellt die Kommission einen "Optimierungsbedarf hinsichtlich der Versorgungsqualität und Versorgungsstrukturen" sowie eine "unzureichende Koordinierung an der Schnittstelle zwischen ambulantem und stationärem Sektor sowie eine mangelnde Steuerbarkeit der Krankenhausversorgung" fest. Sie fordert dementsprechend eine gezieltere Krankenhausplanung und hat ein Konzept einer ""gestuften Versorgungsstruktur" entwickelt. Notwendig sei weiterhin eine "dauerhaft auskömmliche Investitionsfinanzierung", die vorrangig für Strukturverbesserungen genutzt werden solle, sowie Maßnahmen zur Gewinnung und Entlastung von Personal, schließlich auch eine "sachgerechte Finanzierung von Pflegepersonal in der direkten Patientenversorgung". Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals seien zu verbessern, die Pflege müsse insgesamt aufgewertet werden.

Krankenhausstandorte, die nicht (mehr) dauerhaft betrieben werden können oder müssen, sollten in andere Versorgungsmodelle wie regionale Gesundheitszentren umgewandelt werden. Die Kommission empfiehlt ausdrücklich die Gründung solcher Gesundheitszentren und hat in einer Arbeitsgruppe ein Modell hierfür entwickelt. Hierfür solle zunächst eine fünfjährige Modellphase vorgesehen werden.

Im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) konstatiert die Kommission eine hohe Arbeitsbelastung, auch aufgrund personeller Unterbesetzung; für pandemische Lagen sei der ÖGD noch nicht ausreichend aufgestellt. Auch bezüglich der intersektoralen Zusammenarbeit sieht sie Verbesserungsbedarf. Die Mindeststandards, die im Forschungsvorhaben „Digitales Gesundheitsamt 2025“[28] entwickelt werden, seien umzusetzen. Der ÖDG benötige außerdem eine "dauerhafte Personalaufstockung"; hierfür müssten die ärztlichen Gehälter angeglichen werden.

Damit die medizinische Versorgung in allen Regionen gut erreichbar ist, müssten, so die Kommission, medizinische Einrichtungen in der Verkehrsplanung berücksichtigt und der ÖPNV ausgebaut werden. Angebote der Telemedizin könnten eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

  • Landarztquote: Die 2017 neugewählte Landesregierung hat eine "Landarztquote" beschlossen. Etwa jeder achte Studienplatz für Medizin wird für Bewerber/innen reserviert, die sich vertraglich verpflichten, zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Sie erhalten den Studienplatz nach eigenen Zugangskriterien unabhängig vom Numerus Clausus.[29]
  • Gesundheitslotse: Im Kreis Steinfurt beschloss der Kreisausschuss, die Stelle eines Gesundheitslotsen im Gesundheitsamt einzurichten. Von hier aus will man um die Niederlassung junger Ärzte im Kreisgebiet werben. Hausärzten sollen günstige Baugrundstücke und Unterstützung bei der Suche nach einer Kinderbetreuung angeboten werden.[30]
  • Stipendium: Der Hochsauerlandkreis zahlt Studierenden, die sich verpflichten, nach Ausbildungsende für eine Mindestzeit als Arzt/Ärztin im Kreis zu arbeiten, ähnlich wie oben für den Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) beschrieben ein Stipendium von 500 € monatlich. Jährlich werden auf diese Weise fünf Studierende unterstützt, die das Physikum bereits bestanden haben müssen.[31]
  • UnternehmensWertArzt: In Südwestfalen wurde, überwiegend mit EU-Fördermitteln, das Netzwerk UnternehmensWertArzt eingerichtet. Es unterstützt Ärzt/innen bei Gründung und Betrieb einer eigenen Praxis in der Region, u.a. durch Fachinformationen, Netzwerkangebote und Veranstaltungen. Aufgrund der Förderung sind alle diese Angebote kostenlos nutzbar.
  • Pflegenetzwerk: Im Märkischen Kreis (Regierungsbezirk Arnsberg) wurden auf Initiative zweier Bürgermeister drei "Runde Tische" sowie zwei Steuerkreise gegründet mit dem Ziel, die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen zu verbessern. Im Ergebnis haben sich zwei kommunale Pflegenetzwerke, das Gesundheits- und Pflegenetzwerk Plettenberg-Herscheid und die Praxisnetz Lennetz GmbH, zusammengeschlossen und verschiedene Projekte auf den Weg gebracht. Eines davon, das „MobilSorglos“, hatte ursprünglich den Zweck, einen Lieferdienst zu gewährleisten. Jetzt kommt eine neue Funktion hinzu: Im Mobil können (vorzugsweise ältere) Patient*innen per Video mit am Projekt teilnehmenden Ärzt*innen sprechen. Diese können entscheiden, ob der Online-Kontakt ausreicht oder ein persönliches Vorsprechen in der Sprechstunde erforderlich ist. Angesprochen werden insbesondere Menschen, die zu Hause nicht über eine Internetverbindung verfügen oder bei denen die Qualität nicht für eine Video-Sprechstunde ausreicht.[32]
  • Niederlassungsprämie: Der Kreis Herford fördert die Niederlassung von Ärzt*innen im Kreisgebiet, die mindestens fünf Jahre bleiben, auf Antrag und nach Einzelfallprüfung mit pauschal 25.000 €.[33]
  • Arbeitsgemeinschaft: Die Stadt Emmerich am Rhein (Kreis Kleve, Regierungsbezirk Düsseldorf) hat eine Arbeitsgemeinschaft zur ärztlichen Versorgung gegründet, in der sich Vertreter*innen der Kommune zweimal jährlich mit niedergelassenen Ärzt*innen und solchen aus Krankenhäusern treffen. Es geht vor allem darum, sich gegenseitig zu informieren und zu erfahren, welche Unterstützungsmöglichkeiten z.B. helfen könnten, eine Praxisübernahme oder -neugründung zu ermöglichen.[34]

Rheinland-Pfalz[Bearbeiten]

Saarland[Bearbeiten]

  • Das Saarland und die Kassenärztliche Vereinigung fördern die Niederlassung von Landärzten mit einem Stipendium und einer Prämie von 10.000 Euro. Dies Programm hat nach Zahlen des Ministeriums seit 2017 bis März 2019 zu 16 Praxisübernahmen und -neugründungen geführt, sieben Studierende konnten darüber ans Saarland gebunden werden.[36]
  • Im April 2019 forderte die Landesregierung die Kommunen auf, "Anreize für junge Mediziner" zu schaffen und bei Bedarf auch selbst Arztpraxen zu eröffnen. Eine weitere Möglichkeit zur Stärkung der ärztlichen Versorgung sei die Gründung eines "Gesundheitsparks", in dem sich Haus- und Fachärzte, Therapeuten und Apotheken ansiedeln. Da Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine zentrale Rolle spiele, könnten Kommunen in selbst betriebenen Arztpraxen flexible Arbeitszeiten bieten, außerdem Kitaplätze zur Verfügung stellen und Jobs für Partner anbieten.[37]

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Um die medizinische Versorgung flächendeckend zu sichern, knüpft die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen-Anhalt die Vergabe von Stipendien für Medizin-Studierende an die Bedingung, sich nach dem Abschluss für eine Zeit von drei Jahren im ländlichen Raum niederzulassen. Der Erfolg ist begrenzt, zumal wenn nach Ablauf dieses Zeitraums Ärzt*innen wieder wegziehen. So gilt inzwischen ein Viertel der Bevölkerung des Altmarkkreises Salzwedel als medizinisch unter- oder gar nicht versorgt.[38]

Schleswig-Holstein[Bearbeiten]

  • Mehrere Kommunen im Kreis Segeberg diskutieren über Maßnahmen gegen einen drohenden Ärztemangel. Die Stadt Kaltenkirchen hat 50.000 € für Prämien für ansiedlungswillige Ärzte bereitgestellt. In Henstedt-Ulzburg forderten die Grünen einen Runden Tisch und ein Konzept zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung (Stand Juli 2019).[39]

Thüringen[Bearbeiten]

  • Zulage für Amtsärzte: Nach Angaben des MDR waren im Januar 2016 in Thüringen von den 127 Stellen für Amtsärzte nur 78 besetzt. Daher würden die Aufgaben der Gesundheitsämter wie Impfkontrollen, Vorschuluntersuchungen oder medzinische Eignungsprüfungen nur noch partiell erfüllt. Hauptgrund für den Personalmangel sei die schlechtere Bezahlung im Vergleich zu Ärzten in Krankenhäusern. Daher haben einige kommunale Arbeitgeber mit finanzieller Unterstützung des Landes eine Zulage für Amtsärzte eingeführt. Das Land trägt die Hälfte des Zuschusses und hat 2016 hierfür 500.000 €, im Folgejahr 600.000 € bereitgestellt. Ende 2017 machten der (Landkreis Schmalkalden-Meiningen, der Landkreis Hildburghausen, der Landkreis Unstrut-Hainich, der Ilm-Kreis und der Kyffhäuserkreis) und die kreisfreien Städte Gera und Suhl von dieser Möglichkeit Gebrauch; insgesamt 12 Mediziner im öffentlichen Gesundheitsdienst erhielten einen kommunalen Gehaltszuschuss. Der Thüringer Verband der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst forderte hingegen eine bessere Bezahlung nach Tarifvertrag. Eine kommunale Zulage sei nur eine Kann-Bestimmung, die Ärztinnen und Ärzte müssten in jedem Einzelfall darum kämpfen.[40] Für das Jahr 2019 haben 8 von 17 Landkreisen und 4 der 6 kreisfreien Städte diese Zulage eingeführt und den Landeszuschuss beantragt. Von der Zulage profitieren damit 41 Ärzt/innen, außerdem konnten sechs Amtsarztstellen neu besetzt werden. Zum gleichen Zeitpunkt waren 15 offene Stellen ausgeschrieben.[41]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Adrian Dostal, Ärztemangel zwingt Kommunen zum Handeln, in: KOMMUNAL,12.09.2018
  2. Deutschlandfunk, Wie Länder und Kommunen Landärzte für sich gewinnen wollen, 15.10.2022
  3. Die Studie: Robert-Bosch-Stiftung, Gesundheitszentren für Deutschland, pdf, 2021; Siehe auch die Pressemitteilung vom 27. Mai 2021 sowie eine kurze Zusammenfassung der Studie mit Angaben zu den von Unterversorgung bedrohten Kreisen.
  4. focus: Kommunen befürchten größer werdenden Hausärztemangel, 20.07.2016
  5. Ärzte-Zeitung: Ohne Rat und Tat gegen Hausärzte-Mangel, 22.07.2016
  6. Bundesgesundheitsministerium: GKV-Versorgungsstärkungsgesetz mit Link auf den Gesetzestext und weiteren Informationen
  7. Welt: Dringend benötigt – aber Deutschland macht es ausländischen Ärzten schwer, 21.11.2021
  8. Ärzte-Zeitung: Kommunen locken Landärzte mit günstigen Bedingungen, 17.08.2016
  9. Alle Beispiele aus dem Landkreis Heilbronn aus: Stimme.de, Kommunen suchen verzweifelt nach Ärzten, 07.02.2018
  10. Vgl. Karte der KVB
  11. BR, Kommune lockt Landarzt, 08.02.2017
  12. Alle drei Beispiele aus Oberfranken aus: Ärzte-Zeitung, Ärztemangel in Oberfranken – Not macht Kommunen erfinderisch, 07.03.2018
  13. inFranken.de: So wollen Kommunen im Kreis Kronach neue Hausärzte anlocken, 30.01.2019
  14. Deutschlandfunk, Wie Länder und Kommunen Landärzte für sich gewinnen wollen, 15.10.2022
  15. KOMMUNAL, Spannendes Landkreis-Projekt gegen Ärztemangel, 06.07.2018
  16. rbb24, Städte locken Mediziner mit Prämie bis zu 55.000 Euro, 15.12.2021
  17. KV Hessen: Medibus der KV Hessen: die mobile Hausarztpraxis (mit teilnehmenden Kommunen, Flyer und Fahrplan); siehe auch KOMMUNAL: Projekt gegen Ärztemangel: Die rollende Arztpraxis, 11.07.2018; Hersfelder Zeitung, Der Medibus rollt: Mobile Praxis versorgt Kommunen im Kreis, 04.07.2018
  18. Oberhessische Presse, So locken Kommunen Ärzte an, 02.10.2022
  19. Welt, Kommunen können bei Suche nach Ärzten helfen, 18.11.2017
  20. Gesetzentwurf der Landesregierung: Drucksache 7/4300 vom 30.10.2019 (pdf-Format, 12 Seiten). Siehe auch NDR, Landtag beschließt "Landarzt-Gesetz" in MV, 29.01.2020
  21. NSGB, Uns fehlen Ärzte!, Pressemitteilung vom 21.03.2017; Hannoversche Allgemeine, Kommunen wollen Ärzte auf Dörfer zwingen, 23.07.2017; NSGB, Hilfen gegen Ärztemangel: Bessere Planung und mehr Studienplätze!, Pressemitteilung vom 9.6.2017
  22. NDR: Kommunen fordern Landarztquote, 20.05.2018; NDR, Kommunen loben Land - mit Einschränkungen, 06.06.2018; Hannoversche Allgemeine: Sollte es eine Landarztquote für Medizinstudenten geben?, 17.07.2018; Ärzteblatt: Weiter Diskussionen um Landarztquote in Niedersachsen, 18.07.2018; Schaumburger Nachrichten, Landarztquote soll medizinische Versorgung sichern, 20.05.2018; kreiszeitung.de: Kommunen schlagen Alarm wegen des Landarzt-Mangels, 13.07.2018
  23. wetter.com, Kommunen wollen Rechtsanspruch auf Hausarzt in der Provinz, 24.07.2017
  24. meine onlinezeitung, Letter of Intent unterschrieben, 25.12.2017
  25. Neue Osnabrücker Zeitung, Kommunen: Koalition muss sich um Medizin auf dem Land kümmern, 21.01.2019
  26. Süddeutsche Zeitung: Wilhelmshaven sucht Kinderarzt: 50.000 Euro Prämie, 17.12.2021
  27. Niedersächsischer Landtag: Drucksache 18/8650 vom 22.02.2021 (pdf-Format, 335 Seiten); die Drucksache enthält den Bericht und weitere Dokumente zum Verfahren (Anträge, Beschlussempfehlung). Nicht alle Themen, zu denen die Kommission arbeitete, werden in diesem Abschnitt wiedergegeben, das betrifft insbesondere die Aus- und Weiterbildung der Mediziner*innen, die Apotheken- und Arzneimittelversorgung, die Notfallversorgung, die Hebammenversorgung, die sekorenübergreifende Versorgung sowie die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung.
  28. Das Forschungsvorhaben ist Teil des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst
  29. KOMMUNAL, Spannendes Landkreis-Projekt gegen Ärztemangel, 06.07.2018
  30. WDR, Land und Kommunen gegen Landärztemangel, 28.06.2017
  31. KOMMUNAL, Spannendes Landkreis-Projekt gegen Ärztemangel, 06.07.2018; Westfalenpost: Hochsauerlandkreis fördert junge Mediziner mit Stipendium, 01.02.2018
  32. KOMMUNAL, Mit Pflegenetzwerk Nachwuchsärzte gewinnen, 05.11.2021
  33. Siehe zu Einzelheiten die Richtlinie zur Förderung der Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten im Kreis Herford (pdf-Format, 3 Seiten)
  34. KOMMUNAL, Bürgermeister kämpft gegen Ärztemangel, Interview mit Peter Hinze, Bürgermeister in Emmerich am Rhein, 04.03.2022
  35. KVRLP: Neue Beratungsstelle für Kommunen, Pressemitteilung vom 05.06.2018; dies., Beratungsstelle Kommunen mit Telefon, Fax und Mail-Adresse; vgl. auch Ärzteblatt: KV Rheinland-Pfalz startet Beratungsangebot für Kommunen gegen Ärztemangel, 05.06.2018
  36. SR, Kommunen sollen Arztpraxen eröffnen, 06.04.2019
  37. Saarbrücker Zeitung, Saar-Kommunen sollen Arztpraxen eröffnen, 05.04.2019
  38. mdr, Letzter Hautarzt im Altmarkkreis zieht weg, 06.08.2022
  39. Hamburger Abendblatt, Ärztemangel: Kommunen in der Region schlagen Alarm, 31.07.2019. Nach politischem Vorlauf war es in Henstedt-Ulzburg zu einem gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen zum Runden Tisch gekommen, der angenommen wurde; siehe auch Grüne Henstedt-Ulzburg: Runder Tisch zur ärztlichen Versorgung gegen WHU und FDP beschlossen. 01.09.2019
  40. MDR, Kommunen wollen Amtsärzte besser bezahlen, 21.01.2016; Thüringer Allgemeine, Land greift Kommunen bei besserer Bezahlung von Amtsärzten unter die Arme, 09.01.2017; inSüdthüringen, Kommunen nutzen Landesgeld für Gehälter von Amtsärzten, 17.11.2017
  41. Ärzteblatt, Kommunen in Thüringen nutzen Gehaltszuschüsse für Amtsärzte, 28.01.2019; t-online, 12 Kommunen wollen Gehaltszuschüsse für Amtsärzte, 28.01.2019

Materialien und weitere Lektüre[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]